UNESCO-Schätze Sloweniens

Slowenien ist reich an kulturellen und natürlichen Schätzen. Einige von ihnen stellen wichtige Steinchen im Mosaik des UNESCO-Welterbes der Menschheit dar. Jeweils zwei Natur- und drei Kulturstätten Sloweniens haben sich auf der UNESCO-Welterbeliste wiedergefunden. Slowenien tritt auch im Rahmen anderer UNESCO-Programme in Erscheinung, wie etwa im Weltnetz der Biosphärenreservate, im Weltnetz der Geoparks und im Weltdokumentenerbe Memory of the World. Entdecken Sie Sloweniens UNESCO-Schätze.

Unter den größten Juwelen der Welt

Natur- und Kulturattraktionen sowie immaterielles Kulturerbe auf UNESCO-Listen in Zahlen.

UNESCO-Naturerbestätten
2
UNESCO-Kulturerbestätten
3
Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit
6

UNESCO-Weltnatur- und -kulturerbe

Die UNESCO-Welterbefamilie umfasst Gebiete, Objekte und immaterielles Erbe. Die UNESCO-Welterbekonvention schützt Kultur- und Naturstätten, die von großem universellem Wert für die gesamte Menschheit sind. Unter den mehr als 1000 eingetragenen Attraktionen sind auch slowenische Natur- und Kulturjuwele.

a. Der Reichtum der Natur

Die geheimnisvolle Karstwelt geizt nicht mit Naturwundern. Zu den eindrucksvollsten ihrer Schöpfungen zählen die Höhlen von Škocjan, die es mit dem größten unterirdischen Cañon Europas als erste von Sloweniens Naturstätten auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes geschafft haben. Unweit von hier, in den Notranjskoer und Kočevskoer Wäldern, liegen die Naturreservate Urwald Krokar und Snežnik-Ždrolce. Sie sind Teil des UNESCO-Welterbes Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas.

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Höhlen von Škocjan

Durch die Karsthöhle mit dem größten, teilweise bis zu 146 m tiefen unterirdischen Canyon Europas, führen heute mehrere Kilometer Besichtigungswege mit insgesamt 500 Stufen. Auf dem Weg, der auch über einzigartige Brücken führt, kann man unterirdische Wasserfälle (im gesamten Höhlensystem gibt es ganze 26 davon), große Säle, bis zu 15 Meter hohe Tropfsteinriesen und zahlreiche andere Schöpfungen des unterirdischen Karstflusses bewundern. Die Höhlen von Škocjan sind von einem Regionalpark – einem Natur- und Kulturschutzgebiet umgeben. Durch den Park führen mehrere Lehrpfade und Radwege.

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Die ursprünglichen Buchenwälder Sloweniens

Das UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ bilden die besterhaltenen Teile von den Buchenwäldern, die seit der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung und dem Einfluss von Buchen-Ökosystemen in Europa gespielt haben. Dazu zählen auch die Waldreservate Krokar-Urwald und Snežnik-Ždrocle. Der Krokar-Urwald ist ein herrliches Fleckchen unberührter Natur im Herzen der Wälder von Kočevje. Dieser von Menschenhand unberührte Urwald bietet autochthonen Wildtieren und Vögeln ein Zuhause. Die altehrwürdigen Buchenwälder, die sich mit ihrer Unversehrtheit einen Platz auf der Welterbeliste der UNESCO gesichert haben, rauschen auch im Naturreservat Snežnik-Ždrocle. Beide Reservate gehören zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000.

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b. Kulturschätze

Bei einem Besuch in Idrija werden Sie überall das Erbe des ehemaligen Quecksilberbergwerks wahrnehmen. Die Bewohner Idrijas wussten die Bergbautradition in interessante Touristen-Erlebnisse umzuwandeln, mit denen Sie den Besuchern von heute den Geist von einst näherbringen. Das Moor von Ljubljana (sl. Ljubljansko Barje) war in der Vergangenheit von den Pfahlbauern geprägt. Einen Einblick in ihr Leben bieten umfangreiche archäologische Funde und Artefakte, die zu den ältesten der Welt zählen. Auf der UNESCO-Welterbeliste steht auch Plečniks Ljubljana.

Idrija mit dem Quecksilbererbe

Idrija ist – zusammen mit dem spanischen Almadén – Bewahrerin des weltbedeutenden Quecksilbererbes. Der aus dem Jahre 1500 stammende Antoni-Stollen zählt zu den ältesten Bergwerkseingängen Europas. Er kann besichtigt werden und bietet einen interessanten Einblick in die alten Abbaumethoden. Vielleicht läuft Ihnen ja sogar der Bergmandl über den Weg! Mit dem Bergbauerbe und dem Leben der einstigen Bergbaufamilien sind auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten Idrijas verbunden: vom überraschenden technischen Erbe, das im Museum der Burg Gewerkenegg aufbewahrt wird bis hin zur Tradition der Spitzenklöppelei.

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Die Pfahlbauer von Ljubljana und das älteste Rad der Welt

Slowenien ist eines der Länder, welche die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen bewahren. Im Ljubljansko Barje wurden rund 40 Stätten mit Überresten von Pfahlbauten entdeckt, von denen neun bei der UNESCO eingetragen sind. Der wichtigste Fund in dieser einzigartigen archäologischen Schatzkammer ist ein 5.200 Jahre altes Rad, das als ältestes Holzrad der Welt gilt.

Die Pfahlbaufunde sind in mehreren Museen ausgestellt. Im Landschaftspark Ljubljansko Barje kann man die natürlichen Besonderheiten des südlich von Ljubljana gelegenen Moorgebietes entdecken.

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Jože Plečniks Werke in Ljubljana – urbane Gestaltung nach Maß des Menschen

Der Architekt Jože Plečnik hat die slowenische Hauptstadt Ljubljana maßgeblich geprägt. Seine architektonischen Meisterwerke verleihen der Stadt ihr unverwechselbares Aussehen und haben sich zudem auf der Welterbeliste der UNESCO wiedergefunden. Unter den für die Menschheit bedeutenden, ausgewählten Werken sind architektonische Objekte auf der Wasser- und Festlandachse, wie das Ufer der Ljubljanica vom Trnovski pristan bis hin zur Schleuse an der Spitze mit dem zentralen Marktplatz und den Dreibrücken, der National- und Universitätsbibliothek und dem Sommertheater Križanke. Zum Unesco-Welterbe gehören auch der nach den Plänen Plečniks restaurierte archäologische Park der Römischen Mauer, der städtische Friedhof Žale wie auch die Kirchen St. Michael in Črna vas und die des Hl. Franz von Assisi in Šiška.

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With Plečnik around UNESCO's Ljubljana

Experience an intimate journey in the footsteps of the visionary master and his great mind and get to know Plečnik's legacy through an experience puzzle for a small group. Embark on a well-rounded trip that follows the trail of Plečnik's plans and visions, and get a special insight into his achievements and countless interesting architectural details.

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Sloweniens Trümpfe des immateriellen Kulturerbes der Menschheit

Besondere Sorge für den Schutz und die Bewahrung von Bräuchen, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten ermöglicht die von der UNESCO geführte Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Es handelt sich um wertvolle slowenische Sitten und Bräuche, die sich auf der Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO wiedergefunden haben.

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Imkerei in Slowenien

Die Imkerei ist fest im slowenischen Bewusstsein verwurzelt. Die slowenischen Imker waren Pioniere der modernen Imkerei. Aus Slowenien kam die Initiative, den 20. Mai zum Weltbienentag zu erklären, der seit 2018 begangen wird. Die Zucht und Pflege von Bienen, die für die Existenz der Menschheit von großer Bedeutung sind, wird in Slowenien von Generation zu Generation weitergegeben, und heute ist die Imkerei für mehr als 12.000 Sloweninnen und Slowenen eine Lebensweise. Auf Initiative der Imker findet in den slowenischen Schulen und Kindergärten einmal jährlich das Traditionelle slowenische Frühstück statt, zu dem auch Honig gehört. Neben der Bienenzucht und der Honigerzeugung ist die Imkerei auch mit den Themen Kultur, Volkskunst am Bienenstock sowie Gesundheit und Wohlbefinden durch Bienenprodukte verbunden. Die Imkerei ist in Slowenien nicht nur in ländlichen Gebieten vertreten. Auch das sog. „Urban Beekeeping“ gewinnt zunehmend an Bedeutung.

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Tradition der Lipizzanerzucht

Das Gestüt Lipica gilt mit 440 Jahren als das älteste Gestüt Europas, das seit seiner Gründung ununterbrochen am selben Ort betrieben wird. Die Zucht der eleganten weißen Lipizzaner stellt ein wichtiges Erbe für Slowenien und noch sieben weiteren Länder dar, die sich an der Nominierung für die Eintragung der Lipizzanerzucht in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO beteiligt haben. Die Lipizzaner spielen seit Jahrhunderten in allen acht Ländern eine symbolische Rolle und repräsentieren auch heute noch zahlreiche Gemeinschaften. Ihre symbolische Bedeutung wird durch mündliche Überlieferung und Volkslieder weitergegeben und zeugt von der engen emotionalen Verbindung zwischen Mensch und Pferd. Lipica als „Zuhause“ der Lipizzaner, ist eine der größten Attraktionen Sloweniens, und zwar sowohl wegen seiner Pferdezuchttradition als auch wegen seines baulichen Erbes und seiner Kulturlandschaft.

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Passionsspiel von Škofja Loka

Der älteste dramatische Text im Gebiet des heutigen Sloweniens wird bereits seit der Barockzeit regelmäßig in den Straßen und Gassen des mittelalterlichen Stadtkerns von Škofja Loka inszeniert. Die reichen Kostüme, die eindrucksvolle Szenographie und die umfangreiche, mehr als 900-köpfige lokale schauspielerische Besetzung locken jedes Mal unzählige Besucher nach Škofja Loka. Es handelt sich um eine einzigartige historische Inszenierung, die aufgrund ihrer Komplexität nur alle sechs Jahre auf dem Programm steht. Das Passionsspiel von Škofja Loka steht auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO.

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Die ‚Tür-zu-Tür-Runden‘ der Kurents

Wenn Sie Ende Februar in Ptuj und Umgebung lautes Kuhglocken-Gebimmel vernehmen, dann wissen Sie, dass der Frühling im Anmarsch ist. Die Glocken sind nämlich Teil der Aufmachung des Kurents, der traditionellen Faschingsfigur, die in den Gebieten Ptuj, Dravsko polje, Haloze und Slovenske gorice zuhause ist. Der Kurent trägt ein Gewand aus Schafsfell, eine Maske mit Hörnern oder Federn vor dem Gesicht sowie rote oder grüne Stricksocken und hohe Schuhe an den Füßen. In der Hand schwingt er eine mit Igelfellen umwickelte Keule. Der Kurent, der seine Wurzeln in der slawischen Mythologie hat, gilt als Vertreiber des Winters und Verkünder des Frühlings und eines guten Jahrgangs. Die ‚Tür-zu-Tür-Runden‘ der Kurents stehen auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO. Eine Ehrung dieses Brauches ist das traditionelle Kurentovanje in Ptuj.

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Spitzenklöppelei in Slowenien

Klöppelspitzen sind eine ganz eigene Form von Kunst und ein wichtiges Wahrzeichen der slowenischen Identität. Seit Jahrhunderten entstehen in Slowenien wunderschöne Klöppelspitze-Arbeiten und die Fertigkeit des kunstvollen Kreuzens und Drehens der auf spezielle Holzspulen bzw. Klöppel gewickelten Fäden wird von Generation zu Generation weitergereicht. Als Vorlage dient der sog. Klöppel- oder Musterbrief, eine Schablone mit dem vorgezeichneten Spitzenmuster, die um das zylindrische, in einem Korb oder auf einem speziellen Ständer platzierte Klöppelkissen gespannt wird. In Slowenien sind heute mehr als 120 Klöppelvereine, Klöppelsektionen und Klöppelgruppen tätig. Spitzen dienten seit jeher als modisches Beiwerk und als Verzierung an Kleidung und Haustextilien, inzwischen aber auch als Inspiration in der Kunst, der Architektur und sogar in der Kulinarik.

Die Fertigkeit des Klöppelns wird auch von den Klöppelschulen verbreitet. Am berühmtesten ist die vor 140 Jahren gegründete Klöppelschule von Idrija. Von hier stammt auch die berühmte Idrija-Spitze.

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Trockenmauerbau

Der Trockenmauerbau ist eine Bauart, bei der keine Bindemittel verwendet werden. Das Geheimnis der Stabilität von Trockenmauerwerken liegt in der besonderen Art und Weise der Schichtung von Steinen. Diese Bauart ist fast überall im Mittelmeerraum verbreitet. In Slowenien ist sie in der Karstregion und in Istrien zu finden. Die Fertigkeit des Trockenmauerbaus, die Kenntnisse und Techniken sind in der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen und vereinen acht europäische Länder, darunter auch Slowenien.

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Weitere slowenische Besonderheiten in der UNESCO-Familie

Slowenien hat nicht nur natürliche und kulturelle Schätze zu bieten, sondern tritt auch im Rahmen anderer UNESCO-Programme und -Netzwerke in Erscheinung.

Weltnetz der Biosphärenreservate
4
UNESCO Global Geoparks
2
UNESCO Creative Cities Netzwerk
1
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Weltnetz der Biosphärenreservate

Das Weltnetz der Biosphärenreservate im Rahmen des UNESCO-Programms Mensch und Biosphäre (MAB) verbindet Gebiete, die Musterbeispiele von Land- und Küstenökosystemen mit einem außerordentlichen natürlichen und kulturellen Wert darstellen. Der Zweck des Netzwerks ist der Austausch von Wissen und der Austausch bewährter Praktiken im Bereich Erhaltung der biologischen Vielfalt für eine nachhaltige Entwicklung. Auch Slowenien ist mit vier Biosphärenreservaten vertreten.

UNESCO Global Geoparks in Slowenien

Vor einigen Jahren wurde im Rahmen der UNESCO ein europäisches und internationales Geopark-Netzwerk gegründet. Dabei handelt es sich um Gebiete mit einzigartigen geologischen Eigenschaften, in denen besonderes Augenmerk auf die Landschaft sowie die Bewahrung und Erforschung der geologischen Werte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gelegt wird. In Slowenien gibt es momentan zwei Geoparks, die aktiv in das europäische und internationale Geopark-Netzwerk eingebunden sind: den grenzüberschreitenden Geopark Karawanken und den Geopark Idrija.

Ein Bergwerk, das man nicht so leicht vergiss

Seien Sie Teil eines unterirdischen Abenteuers, bei dem Sie durch die überfluteten Gänge des einst größten Blei- und Zinkbergwerks in diesem Teil Europas paddeln. Sie rudern 700 Meter unter der Erdoberfläche und ergründen ein riesiges Netz aus Schächten, Gruben und Stollen. Ein ehemaliger Knappe begleitet Sie auf den Spuren seines einstigen Arbeitsplatzes.

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UNESCO-Literaturstadt Ljubljana

Im Rahmen des UNESCO-Programms „Creative Cities“ hat sich die slowenische Hauptstadt Ljubljana unter den UNESCO-Literaturstädten wiedergefunden. Sie gilt als Zentrum des literarischen Schaffens, in dem jedes Jahr im Durchschnitt 850 Bücher veröffentlicht werden. Die Stadt verfügt über ein weites Netzwerk allgemeiner Bibliotheken, das mehr als 500.000 Mitglieder zählt. Im Jahr 2010 war Ljubljana stolze Trägerin des „Titels Welthauptstadt des Buches“. Sie war die erste Gaststadt des World Book Summits, in dessen Rahmen die „Buchresolution von Ljubljana“ beschlossen wurde, welche die Bedeutung des Buches als wichtigen Motor für nachhaltige Entwicklung und kulturelle Vielfalt unterstreicht.

Slowenien auch im Gedächtnis der Welt

Im UNESCO-Weltdokumentenerbe, dem sog. „Memory of the World“, findet sich auch der Codex Suprasliensis, eine altkirchenslawische kyrillische Handschrift wieder, die als ältestes erhaltenes schriftliches Dokument in slawischer Sprache gilt. Sie entstand in Bulgarien und tauchte später in Polen wieder auf. Dank des slowenischen Linguisten Jernej Kopitar fand sich ein Teil der Handschrift auch auf slowenischem Boden wieder. Heute wird der Codex Suprasliensis von der National- und Universitätsbibliothek in Ljubljana verwahrt.

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