Weitere UNESCO-Welterbekandidaten Sloweniens

Mit vier registrierten UNESCO-Welterbestätten zählt Slowenien in Anbetracht seiner Bevölkerungszahl zu den reichsten Hütern des Menschheitserbes. Auf den Vorschlagslisten zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste, die alle Kandidaten durchlaufen müssen, stehen noch einige andere Besonderheiten Sloweniens.

Partisanenlazarett Franja

Partisanenlazarett Franja

In der verborgenen, schwer zugänglichen Schlucht eines Baches war während des Zweiten Weltkriegs das Partisanenlazarett Franja tätig. Das herausragende Humanitätssymbol und einzigartige Beispiel für die Behandlung von Menschen unter ungewöhnlichen Umständen trägt das Europäische Kulturerbe-Siegel

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Plečniks Ljubljana

Plečniks Ljubljana

Plečniks Ljubljana ist ein Phänomen. Mit seiner einzigartigen Herangehensweise gelang es dem berühmten Architekten Jože Plečnik, in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen der slowenischen Hauptstadt ein unverkennbares Erscheinungsbild zu verleihen.

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Weg des Friedens

Weg des Friedens

Der Weg des Friedens von den Alpen bis zur Adria dient nicht nur der Erinnerung an die Isonzo-Front und der Mahnung gegen den Krieg, sondern auch dem Entdecken der wunderschönen Landschaft an der smaragdgrünen Soča. Besichtigen Sie Kavernen, Schützengraben, Kriegsfriedhöfe, Beinhäuser und Freilichtmuseen. 

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Das Karstplateau Fužinske planine in Bohinj

Das Karstplateau Fužinske planine in Bohinj

Die Karsthochebene Fužinske planine gehört zum Schutzgebiet des Nationalparks Triglav. Die Bergwiesen auf rund 1000 Metern Meereshöhe bieten im Sommer hervorragende Weideflächen. Aus den hiesigen kleinen Käsereien stammt der unverkennbare Geschmack der Bohinjer Käse, zu denen auch der besonders pikante Mohant zählt.

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Der Mutterkarst

Der Mutterkarst

Im Laufe der Jahrtausende hat das Grund- und Niederschlagswasser die Kalklandschaft verändert und so das unglaubliche Erscheinungsbild des Mutterkarsts erschaffen. Besonders markant ist die von mehr als 1000 Höhlen durchzogene Karstunterwelt. Hier fanden die ersten Erforschungen der Karstwelt statt, weshalb sich die slowenische Bezeichnung „Kras“ mit leichten Abwandlungen auf der ganzen Welt eingebürgert hat.

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Sloweniens Trümpfe des immateriellen Kulturerbes der Menschheit

Die Erhaltung der Kulturüberlieferung, die von Generation zu Generation weitergereicht wird, ist von ganz besonderer Bedeutung. Manches an immateriellen Hinterlassenschaften unserer Vorfahren ist so einzigartig, dass es verdient, besonders geschützt und so für unsere Nachkommen bewahrt zu werden. Besondere Sorge für den Schutz und die Bewahrung von Bräuchen, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten ermöglicht die von der UNESCO geführte Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit, auf der auch Slowenien gleich vierfach vertreten ist.

Passionsspiel von Škofja Loka

Der älteste dramatische Text im Gebiet des heutigen Sloweniens wird bereits seit der Barockzeit regelmäßig in den Straßen und Gassen des mittelalterlichen Stadtkerns von Škofja Loka inszeniert. Die reichen Kostüme, die eindrucksvolle Szenographie und die umfangreiche, mehr als 900-köpfige lokale schauspielerische Besetzung locken jedes Mal unzählige Besucher nach Škofja Loka. Es handelt sich um eine einzigartige historische Inszenierung, die aufgrund ihrer Komplexität nur alle sechs Jahre auf dem Programm steht. Die nächste findet im Jahre 2021 statt. Das Passionsspiel von Škofja Loka steht auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO.

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Die ‚Tür-zu-Tür-Runden‘ der Kurents

Wenn Sie Ende Februar in Ptuj und Umgebung lautes Kuhglocken-Gebimmel vernehmen, dann wissen Sie, dass der Frühling im Anmarsch ist. Die Glocken sind nämlich Teil der Aufmachung des Kurents, der traditionellen Faschingsfigur, die in den Gebieten Ptuj, Dravsko polje, Haloze und Slovenske gorice zuhause ist. Der Kurent trägt ein Gewand aus Schafsfell, eine Maske mit Hörnern oder Federn vor dem Gesicht sowie rote oder grüne Stricksocken und hohe Schuhe an den Füßen. In der Hand schwingt er eine mit Igelfellen umwickelte Keule. Der Kurent, der seine Wurzeln in der slawischen Mythologie hat, gilt als Vertreiber des Winters und Verkünder des Frühlings und eines guten Jahrgangs. Die ‚Tür-zu-Tür-Runden‘ der Kurents stehen auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO. Eine Ehrung dieses Brauches ist das traditionelle Kurentovanje in Ptuj.

Spitzenklöppelei in Slowenien

Klöppelspitzen sind eine ganz eigene Form von Kunst und ein wichtiges Wahrzeichen der slowenischen Identität. Seit Jahrhunderten entstehen in Slowenien wunderschöne Klöppelspitze-Arbeiten und die Fertigkeit des kunstvollen Kreuzens und Drehens der auf spezielle Holzspulen bzw. Klöppel gewickelten Fäden wird von Generation zu Generation weitergereicht. Als Vorlage dient der sog. Klöppel- oder Musterbrief, eine Schablone mit dem vorgezeichneten Spitzenmuster, die um das zylindrische, in einem Korb oder auf einem speziellen Ständer platzierte Klöppelkissen gespannt wird. In Slowenien sind heute mehr als 120 Klöppelvereine, Klöppelsektionen und Klöppelgruppen tätig. Spitzen dienten seit jeher als modisches Beiwerk und als Verzierung an Kleidung und Haustextilien, inzwischen aber auch als Inspiration in der Kunst, der Architektur und sogar in der Kulinarik.

Die Fertigkeit des Klöppelns wird auch von den Klöppelschulen verbreitet. Die erste wurde 1763 von Maria Theresia in Ljubljana gegründet. Heute ist die seit 140 Jahren tätige Klöppelschule von Idrija am bekanntesten. Von hier stammt auch die berühmte Idrija-Spitze.

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Trockenmauerbau

Der Trockenmauerbau ist eine Bauart, bei der keine Bindemittel verwendet werden. Das Geheimnis der Stabilität von Trockenmauerwerken liegt in der besonderen Art und Weise der Schichtung von Steinen. Diese Bauart ist fast überall im Mittelmeerraum verbreitet. In Slowenien ist sie in der Karstregion und in Istrien zu finden. Die Fertigkeit des Trockenmauerbaus, die Kenntnisse und Techniken sind in der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen und vereinen acht europäische Länder, darunter auch Slowenien.

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Weltnetz der Biosphärenreservate

Das Weltnetz der Biosphärenreservate im Rahmen des UNESCO-Programms Mensch und Biosphäre (MAB) verbindet Gebiete, die Musterbeispiele von Land- und Küstenökosystemen mit einem außerordentlichen natürlichen und kulturellen Wert darstellen. Der Zweck des Netzwerks ist der Austausch von Wissen und der Austausch bewährter Praktiken im Bereich Erhaltung der biologischen Vielfalt für eine nachhaltige Entwicklung. Auch Slowenien ist mit vier Biosphärenreservaten vertreten.

Biosphärenreservat Julische Alpen

Biosphärenreservat Julische Alpen

Die Julischen Alpen wurden als erste in Slowenien zum Biosphärenreservat erklärt. Der Großteil der Julischen Alpen liegt im Nationalpark Triglav, dem größten Naturschutzgebiet des Landes.

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Biosphärenreservat Karst

Biosphärenreservat Karst

Die Karstlandschaft reagiert besonders empfindlich auf Eingriffe des Menschen in die Umwelt, was das verantwortungsvolle Miteinander von Mensch und Natur für die Erhaltung des Gleichgewichts umso wichtiger macht. Biosphärenreservat Höhlen von Škocjan

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Biosphärenreservat Kozjansko und Obsotelje

Biosphärenreservat Kozjansko und Obsotelje

Das Gebiet umfasst die Landschaft zwischen den Flüssen Sava, Savinja und Sotla. Den zentralen Teil stellt der Regionalpark Kozjansko dar. Er ist für seine Streuobstwiesen und den Kozjanskoer Apfel bekannt.

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Das Biosphärenreservat der Mur in Slowenien

Das Biosphärenreservat der Mur in Slowenien

Das Einzugsgebiet der Mur erstreckt sich über mehrere europäische Länder, darunter auch Slowenien. Der Fluss wird auch als „Amazonas Europas“ bezeichnet.  Innerhalb des Reservates des Einzugsgebiets der Mur liegt Sloweniens größter Auwald. Der Fluss und die Landschaft entlang seiner Ufer bieten interessanten Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. 

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UNESCO Global Geoparks in Slowenien

Vor einigen Jahren wurde im Rahmen der UNESCO ein europäisches und internationales Geopark-Netzwerk gegründet. Dabei handelt es sich um Gebiete mit einzigartigen geologischen Eigenschaften, in denen besonderes Augenmerk auf die Landschaft sowie die Bewahrung und Erforschung der geologischen Werte im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gelegt wird. In Slowenien gibt es momentan zwei Geoparks, die aktiv in das europäische und internationale Geopark-Netzwerk eingebunden sind: den grenzüberschreitenden Geopark Karawanken und den Geopark Idrija.

Geopark Karawanken

Der Geopark Karawanken umfasst das Gebiet zwischen Mežica und dem Berg Peca (dt. Petzen) und reicht weiter bis nach Österreich. Er rühmt sich einzigartiger Pflanzen und wundervoller, zum Teil äußerst seltener Mineralien. Einige davon wurden einst unter der Petzen und dem Hochobir abgebaut und als natürliche Rohstoffe genutzt; heute kann man sie im Museum bewundern. Im ehemaligen Bergwerk in Mežica warten unvergessliche Erlebnisse auf Sie. Unter anderem können Sie die Unterwelt der Petzen per Rad oder per Kajak erkunden. Unter dem Hochobir haben mächtige Naturgewalten auch einige wunderschöne Tropfsteinhöhlen geschaffen.

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Geopark Idrija

Der Geopark Idrija erstreckt sich auf dem Gebiet der gleichnamigen Gemeinde. Die reiche geologische Zusammensetzung des hiesigen Bodens war die Grundlage für die Entwicklung des Bergwerks von Idrija, das einst als zweitgrößtes Quecksilberbergwerk der Welt gegolten hat. Heute dienen das Bergwerk und die dazugehörige Infrastruktur touristischen Zwecken.  Naturjuwele, die es zu besuchen gilt, sind der See Divje jezero und der Landschaftspark Zgornja Idrijca.  Die höherliegenden Teile des Geoparks bieten hervorragende Möglichkeiten für Sport und Freizeit. Im Sommer kommen Radfahrer und Wanderer auf ihre Kosten, während im Winter die Hochebenen von Vojsko und Črni vrh zum Skilaufen einladen. Stärken Sie sich mit Idrijski žlikrofi (regionale maultaschenähnliche Spezialität) und lassen Sie sich von den kunstvoll geklöppelten Idrija-Spitzen verzaubern.

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Slowenien auch im Gedächtnis der Welt

Im UNESCO-Weltdokumentenerbe, dem sog. „Memory of the World“, findet sich auch der Codex Suprasliensis, eine altkirchenslawische kyrillische Handschrift wieder, die als ältestes erhaltenes schriftliches Dokument in slawischer Sprache gilt. Sie entstand in Bulgarien und tauchte später in Polen wieder auf. Dank des slowenischen Linguisten Jernej Kopitar fand sich ein Teil der Handschrift auch auf slowenischem Boden wieder. Heute wird der Codex Suprasliensis von der National- und Universitätsbibliothek in Ljubljana verwahrt.

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