Politik und Wirtschaft

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Machtverhältnis


Slowenien ist eine demokratische parlamentarische Republik. Der Staat wird von einer Mitte-links-Koalition unter der Führung der Partei Pozitivna Slovenija geführt. Die Vorsitzende dieser Partei ist die slowenische Ministerpräsidentin Alenka Bratušek. Der slowenische Staatspräsident ist Borut Pahor. Die Stellung des Staatspräsidenten ist eine große Autorität, jedoch verfügt dieser über keine größeren Befugnisse zur Staatsführung. Die größten Befugnisse hat die Regierung, die vom Parlament mit 90 Abgeordneten kontrolliert wird. Im Parlament sind sieben politische Parteien vertreten. Die größte oppositionelle Partei ist die Mitte-rechts-Partei SDS mit Jože Tanko an der Spitze.


Eine erfolgreiche Führungspolitik

Zu den größten Erfolgen der slowenischen Politik gehört der Beitritt zur Europäischen Union. Das war eins der ersten wichtigsten Ziele nach der Unabhängigkeit 1991. Nach mehrjährigen Verhandlungen gelang es Slowenien mit noch neun weiteren Staaten am 1. Mai 2004 dem erwähnten Bündnis beizutreten. Schon 2005 hatte Slowenien den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, gute zweieinhalb Jahre später, am 1. Januar 2007, übernahm Slowenien als erstes neues EU-Mitglied die gemeinsame europäische Währung Euro, in der ersten Hälfte des Jahres 2008 dann als erstes neues EU-Mitglied erfolgreich den EU-Ratsvorsitz. Seit Ende 2007 gehört Slowenien auch zum Schengener Raum, was ein uneingeschränktes Übertreten der Grenzen der benachbarten EU-Mitgliedsstaaten bedeutet. 2009 hatte Slowenien den Vorsitz des Ministerausschusses des Europäischen Rates. Am 21. Juli 2010 wurde Slowenien Mitglied der OECD.


Rasche wirtschaftliche Entwicklung

Als EU-Mitglied hat Slowenien nun vor allem Handelsverbindungen mit den westeuropäischen Ländern, hauptsächlich mit Deutschland, Österreich und Italien. Slowenien ist als kleiner, doch zuverlässiger Partner mit rationeller Vorangehensweise und hochqualifizierten Arbeitskräften bekannt. Seit der Unabhängigkeit war Sloweniens wirtschaftliche Entwicklung recht erfolgreich. Besonders von 1995 bis 2008 erhöhten sich die Wirtschaftzahlen jedes Jahr um durchschnittlich 4 %. Die Arbeitslosigkeit lag Ende 2008 offiziell bei etwa 6 %, doch ist die Quote in Wirklichkeit noch niedriger. 2009 musste Slowenien wegen der globalen Wirtschaftskrise erstmals einen spürbaren Fall des Wirtschaftswachstums verzeichnen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Sloweniens liegt bei 91 % des durchschnittlichen BIP von 27 EU-Mitgliedstaaten, womit Slowenien auf Platz 16 innerhalb der EU liegt.


Die Hauptwirtschaftssektoren


Den größten Wirtschaftsanteil machen Dienstleistungen aus. 2008 machten diese fast 64 % des gesamten BIP aus. Zu den immer wichtigeren Dienstleistungen gehört auch der Tourismus. Die Industrie trägt etwa 26 % zum gesamten BIP bei, das Bauwesen 8 % und die Landwirtschaft 2 %.

Zu den wichtigsten Industriebranchen zählen das Eisenhüttenwesen, die Eisengießerei, die Automobilindustrie, die Herstellung von Elektrogeräten wie etwa Haushaltsgeräten, die Holz- und Textilindustrie, die Pharmaindustrie und die Chemiebranche sowie der Maschinenbau.

Perspektiven


Die slowenische Wirtschaft hat die Möglichkeiten, Branchen und Arbeitsplätze mit hohem Mehrwert zu entwickeln, vorwiegend im Bereich von Flüssigkristallen, der Nanotechnologie, der Physik in der Medizin und Pharmazie, vor allem jedoch muss es die Übertragung von erstklassigem Wissen in Applikationen und die Kenntnisse der Arbeitskräfte in Unternehmen sichern.
Landkarte

Slowenien

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