In die Bergwelt, aber mit Verstand und Vernunft

Wir können schon verstehen, dass der Anblick der slowenischen Berge einen Wow-Effekt auslöst, den Sie mit der Welt teilen möchten. Lassen Sie sich davon aber bitte nicht dazu verleiten, Sicherheit, Kondition und Sorgfalt bei der Planung Ihrer Tour außen vor zu lassen. Ein altes slowenisches Sprichwort lautet: „Der Berg ist nicht verrückt, verrückt ist der, der ihn besteigt.“ Vor allem, wer sich unvorbereitet und unvollständig ausgerüstet auf den Weg macht. In den Bergen lauern zahlreiche Gefahren, die ein traumhaftes Naturerlebnis schnell in einen Albtraum verwandeln können.

Deshalb starten Sie mit Achtung und Respekt, einem hohen Maß an Vorsicht und Eigenverantwortung, vor allem aber gesund und körperlich fit in die Berge.

Damit Sie die weiten Ausblicke von Sloweniens Gipfeln sicher genießen können, erfahren Sie im Weiteren alles Wissenswerte über die slowenische Bergwelt, worauf Sie achten und wie Sie sich auf Ihre Bergtour vorbereiten sollten, welche Route Sie wählen sollten, wie Sie sich in der Bergwelt verhalten sollten und was Ihnen bei der Planung Ihrer Route behilflich sein könnte.

Empfehlungen des Slowenischen Alpenvereins für einen sicheren Bergbesuch

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Foto: Alex Strohl

Gestatten, die slowenischen Berge

Lesen Sie zunächst ein paar Fakten über die slowenischen Berge.

Slowenien ist ein landschaftlich sehr abwechslungsreiches Land, das sich bis auf 2864 Meter über dem Meeresspiegel, also die Höhe seines höchsten Berges, des Triglav, erhebt.

Ganze 352 Gipfel überragen die Zweitausendermarke.

Die slowenische Hochgebirgswelt mit Gipfeln über 1.500 Meter umfasst drei Gebirgszüge: die Karawanken, die Steiner Alpen und die Julischen Alpen. Auch das Gebiet von Snežnik erreicht eine Höhe von mehr als 1.500 Metern.

Obwohl die slowenischen Alpen etwas niedriger sind als in anderen Teilen Europas, haben sie ihre Eigenheiten, die bei der Planung von Routen und Touren unbedingt zu beachten sind.

PLÖTZLICHE WETTERUMSCHWÜNGE

Die slowenischen Alpen sind das erste Hindernis für die Luftmassen aus dem Mittelmeerraum, deshalb kann hier sonniges und warmes Wetter schnell in einen (Schnee-)Sturm umschlagen.

LÄNGERE WINTER

Im Gebirge dauert die Schneesaison bis weit in den Frühling (in höheren Lagen sogar bis in den Juni) hinein und der Winter kann bereits im Herbst und ab und an sogar schon im Spätsommer vorbeischauen.

DIE SLOWENISCHEN ALPEN SIND BRÖCKELIG

Die slowenischen Berge bestehen hauptsächlich aus Kalkstein, was sie sehr brüchig und somit anspruchsvoller und unberechenbarer macht.

TIEFE TÄLER

Die Gletscher- und Flusstäler in den slowenischen Alpen sind meist tief eingeschnitten, was bedeutet, dass man nicht selten 1.000 Höhenmeter und mehr überwinden muss, um vom Ausgangspunkt im Tal zum Gipfel zu gelangen.

Auch wenn die slowenischen Gipfel die Dreitausendmetermarke nicht überragen, sind sie von der Beschaffenheit und Schwierigkeit des Geländes her mit den höchsten Alpenzügen Europas vergleichbar. In Slowenien befindet sich auch der östlichste und zugleich einer der niedrigsten Gletscher der Alpen, und zwar der Gletscher unterhalb der Skuta, der sich auf einer Höhe zwischen 2.010 und 2.120 Metern erstreckt.

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Foto: Jošt Gantar

Wählen Sie Ihre Wanderroute wohlbedacht

Sloweniens Hochgebirge, Mittelgebirge und Flachland sind von mehr als 10.000 Kilometern Wanderwegen sowie etwa 5.000 Kilometern Themenpfaden durchzogen. Die Bergwege sind nach ihrem technischen Schwierigkeitsgrad in drei Gruppen eingeteilt: leicht, mittelschwer und schwer. Bei der Gesamteinstufung werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, wie etwa die Länge der Route, die Höhendifferenz und die Exposition.

Die tatsächliche Wahrnehmung der Schwierigkeit ist sehr subjektiv und hängt von den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen jedes Einzelnen ab. Nur weil ein Weg als technisch leicht eingestuft ist, heißt das nicht automatisch, dass er von jemandem nicht als schwer wahrgenommen werden kann. In den Tourenbeschreibungen zahlreicher Websites und Apps finden sich nicht selten Hinweise auf andere Schwierigkeitsaspekte oder Besonderheiten, auch wenn es sich im Grunde um technisch leichte Bergwege handelt.

Der Schwierigkeitsgrad eines Weges wird auf den Karten durch rote Linien und Punkte und auf den Wegweisern entlang des Weges durch Dreiecke (mittelschwer, schwer) angegeben.

Leichter Wanderweg

Ein Weg, auf dem man ohne die Hilfe der Hände vorwärtskommt. Geeignetes Bergschuhwerk ist erforderlich. Der Weg ist für die Benutzung von Wanderstöcken geeignet.

Mittelschwerer Wanderweg

Der Weg hat anspruchsvollere Abschnitte, bei denen man zum Vorwärtskommen die Hände zur Hilfe nehmen muss. An gefährlichen Abschnitten sind zur Sicherheit der Wandernden Schutzvorrichtungen angebracht. Es besteht Helmpflicht.

Schwerer Wanderweg

Ein Weg, auf dem man sich zum Vorwärtskommen mit den Händen helfen muss. Schwer passierbare Abschnitte sind gesichert. Schutzvorrichtungen ermöglichen das Vorwärtskommen. Helm, Klettergurt und Selbstsicherungsset sind Pflicht.

Unabhängig von der technischen Schwierigkeit eines Weges sollten Sie auch selbstkritisch sein und realistisch einschätzen, ob er wirklich für Sie geeignet ist. Es kann durchaus passieren, dass ein leichter Weg für jemanden zu einem schweren Weg wird, und sei es nur wegen seiner Länge, des Höhenunterschieds, des Untergrunds oder der Hanglage.

In Slowenien kann alles sehr lange sehr leicht gehen, um dann innerhalb kürzester Zeit sehr, sehr schwierig zu werden!

Klemen Belhar, Slowenischer Bergrettungsverband

Folgen Sie den Markierungen

Wenn Sie eine Bergtour machen, folgen Sie den Markierungen entlang des Weges. Am bekanntesten ist die sog. Knafelc-Markierung (roter Kreis mit weißem Punkt in der Mitte). Die Markierungen auf den Wegstrecken sind an großen Bäumen, Felsen und anderen geeigneten und gut sichtbaren Stellen zu finden. An Kreuzungen und Abzweigungen sind auch Wegweiser platziert, die den Schwierigkeitsgrad und die Gehzeit anzeigen. Sonderzeichen finden sich auf den Europawegen und Themenpfaden. Einige sind zusätzlich mit ihren eigenen Logos versehen.

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Sollten Sie versehentlich von den markierten Wegen abkommen, setzen Sie den Weg nicht weiter ins Unbekannte fort. Wegloses Gelände meiden!

Klettersteige und gesicherte Bergwege

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so aussieht, sind Klettersteige und gesicherte Bergwege nicht ein und dasselbe. Es stimmt zwar, dass beide mit Drahtseilen, Trittstiften und anderen Sicherheitseinrichtungen ausgestattet sind und nur mit Schutzhelm, Klettergurt und Selbstsicherungsset begangen werden sollten, dennoch gibt es auch ein paar Unterschiede:

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Foto: Jošt Gantar
 

Gesicherte Bergwege

sind in der natürlichen Bergumgebung angelegt und (nur) an den schwierigsten/exponierten Stellen mit Sicherheitsvorrichtungen wie Drahtseilen, Leitern, Klammern und Trittstiften ausgestattet. Zahlreiche schwierige und ausgesetzte Passagen sind hingegen nicht gesichert.

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Foto: Grega Teraž, Quelle: Turizem Kranjska Gora
 

Klettersteige

sind künstlich angelegte Steiganlagen im Gebirge, welche die attraktivsten Passagen begehbar machen. Sie sind häufig in der Nähe von Touristenzentren, Bergstationen und Sportparks zu finden.

So planen Sie Ihren Bergbesuch

Eine Bergtour will sorgfältig geplant sein. Überlegen Sie sich gut, wie lange Sie zu gehen bereit sind, bis zu welcher Höhe und welcher Schwierigkeitsgrad Ihrer Kondition entspricht. Prüfen Sie die Wettervorhersage, den Zustand der Wege, die Öffnungszeiten der Berghütten und die nötigte Ausrüstung. Egal, wo Sie wandern, wählen Sie stets geeignetes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen und achten Sie darauf, dass Sie ausreichend (alkoholfreie) Flüssigkeit dabei haben. Werfen Sie noch einen Blick auf unsere Liste der Dinge, an die Sie vor Antritt Ihrer Tour unbedingt denken sollten, und erst wenn Sie alles abgehakt haben, kann es losgehen.

VERHÄLTNISSE IM GEBIRGE

Das Wetter in den Bergen kann sich sehr schnell ändern, daher ist es umso wichtiger, sich vor Antritt Ihrer Wanderung über die aktuelle Wettervorhersage zu informieren. Vertrauen Sie dabei nur offiziellen Quellen. Die aktuelle Wettervorhersage für die slowenische Bergwelt finden Sie auf der Website der Umweltagentur der Republik Slowenien (ARSO). Es ist ratsam, möglichst früh in die Berge aufzubrechen. So haben Sie auch mehr Zeit, um eventuelle Komplikationen zu bewältigen (Probleme mit der Ausrüstung, Orientierungsverlust usw.) und vermeiden gleichzeitig die erhöhte Gewittergefahr am Nachmittag und frühen Abend. Wenn Sie eine längere Route wählen, sollten Sie sich über Berg- und Schutzhütten informieren, in denen Sie bei schlechtem Wetter Zuflucht finden können.

Was aber, wenn Sie in den Bergen dennoch von einem Gewitter überrascht werden?

  • Sehen Sie zu, dass Sie umgehend von Gipfeln, Graten und anderen exponierten Stellen so schnell wie möglich wegkommen.
  • Meiden Sie mit Metall (Drahtseilen, Trittstiften, Klammern usw.) gesicherte Stellen. Dies gilt auch für rot gefärbte Felsen, da die rote Farbe darauf hindeutet, dass das Gestein Metalle enthält. Meiden Sie Orte, an denen häufig Blitze einschlagen, was Sie an Einzelbäumen, gespaltenen Baumstämmen und Felsen sowie aufgewühltem Erdboden erkennen können.
  • Entfernen Sie alle Metallgegenstände, die Sie bei sich tragen, an einen sicheren Ort in mindestens zehn Meter Entfernung von Ihnen.
  • Halten Sie Abstand zu Felswänden. Machen Sie sich so klein wie möglich.
  • Wenn Sie in einer Höhle oder Senke Unterschlupf finden, ist der sicherste Platz in deren Mitte.
  • Am sichersten vor möglichen Blitzeinschlägen sind Sie auf einem Geröllfeld, und zwar kauernd oder auf Ihrem Rucksack sitzend.

Sommergewitter können auch zu einer plötzlichen Abkühlung führen. Die Lufttemperatur kann dabei innerhalb kürzester Zeit um 20 Grad oder mehr sinken.

Auch im slowenischen Gebirge kommt es immer häufiger zu heftigen Gewittern und Unwettern, die ein wahres Chaos hinterlassen können. Informieren Sie sich daher immer über den aktuellen Zustand der Bergwege.

Aktuelle Informationen aus erster Hand

Damit Sie sich leichter über die Lage in den Bergen informieren können, haben wir wichtige offizielle Links zu diesen Informationen für Sie zusammengestellt. Achten Sie aber auch selber auf jede Wetterveränderung.

LAWINENBERICHT

Crossrisk

ZUSTAND DER BERGWEGE – gesperrte Bergwege

Slowenischer Alpenverein

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AUSRÜSTUNG

Wenn Sie sich für eine Tour entscheiden, ist es wichtig, auch die richtige Ausrüstung zu wählen. Diese hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa der Schwierigkeit der Route und den Bedingungen im Gebirge. Äußerst wichtig ist, dass Sie ausreichend alkoholfreie Flüssigkeit dabei haben. Für welche Tour oder Route Sie sich auch entscheiden, gehören folgende Dinge zu Ihrer Pflichtausrüstung:

Bergschuhe mit hochwertiger, rutschfester Sohle

Rucksack

Alkoholfreie Getränke und Nahrung mit hohem Energiegehalt und langer Haltbarkeit (z. B. Energieriegel)

Handy mit aufgefülltem Akku

Personalausweis oder Reisepass

Warme und wasserabweisende Kleidung (Mütze und Handschuhe, Pullover, Anorak etc.) – im Hochgebirge auch im Sommer

Erste-Hilfe-Set

Wanderkarte und Kompass

Bei mehrstündigen oder ganztägigen Touren oder bei schweren Routen sollten Sie außerdem Alufolie und/oder Biwaksack (oder eine große schwarze Tüte) als Wärmeschutz für den Fall eines Unfalls oder des Biwakierens, Stirnlampe mit Ersatzbatterien, Wechselkleidung und Bergsteigerhelm mitnehmen. Auf sehr schweren Touren sind außerdem auch Selbstsicherungsset und Klettergurt ein Muss. Stellen Sie vor Antritt Ihrer Bergtour sicher, dass Ihre Ausrüstung funktionstüchtig ist und sie damit umzugehen wissen.

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Bergsteigerhelm, Klettergurt und Selbstsicherungsset; Quelle: Gregor Kofler

Denken Sie daran, dass Sie im Gebirge der Sonne stärker ausgesetzt sind. Vergessen Sie daher nicht, Ihre Sonnenbrille, eine Sonnencreme mit hohem UV-Faktor und eine geeignete Kopfbedeckung (Schildkappe, Sonnenhut, Kopftuch usw.) einzupacken.

Im Winter sind die Bedingungen in den Bergen noch anspruchsvoller, so dass mehr Ausrüstung erforderlich ist. Bergschuhe reichen nicht aus, um verschneites und vereistes Gelände zu bewältigen, daher benötigen Sie Steigeisen und Eispickel. Für winterliche Bergtouren sind klassische 12-Zahn-Steigeisen erforderlich. Schuhschneeketten sind kein geeigneter Steigeisenersatz! Auch Steigeisen allein sind nicht genug, man braucht immer auch einen Eispickel. Wichtig ist, dass Sie beides richtig zu benutzen wissen. Ein Lawinenset, bestehend aus Schaufel, Sonde und LVS-Gerät, das Sie auch zu benutzen wissen, gehört ebenfalls in jeden Winterwanderrucksack. Zu empfehlen ist außerdem ein Rucksack mit integriertem Lawinenairbag.

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Lawinenset, Quelle: Gregor Kofler
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Klassische 12-Zahn-Steigeisen, Quelle: Gregor Kofler
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Eispickel; Quelle: Gregor Kofler

AUSWAHL DER WANDERROUTE

Wenn Sie Ihre Bergtour planen, sollten Sie sich die Route, die Sie wählen, gut überlegen. Wichtig ist, eine Route zu wählen, die Sie auch bewältigen können. Überlegen Sie sich zu Beginn, wie lange und wie hoch Sie wandern möchten, welche Schwierigkeitsgrad Ihnen zusagt, wann es losgehen soll und welchen Teil Sloweniens Sie erkunden möchten. Beim Abwägen Ihrer Optionen, bedenken Sie bitte Folgendes:

  • Überschätzen Sie nicht Ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Ist Ihnen eine bestimmte Route zu schwierig oder zu lang, beginnen Sie lieber mit einer leichteren und kürzeren Route.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie die erforderliche Ausrüstung für die gewählte Route haben.
  • Prüfen Sie, ob es unterwegs Berg- und Schutzhütten gibt, wo Sie Rast machen können.
  • Wichtige Faktoren bei der Wahl Ihrer Route sind auch bisherige Erfahrungen und eventuelle Höhenangst. Wenn Sie eher unerfahren sind, ist es besser, in Begleitung einer Bergführerin oder eines Bergführers zu wandern.
  • Prüfen Sie den aktuellen Zustand der Route. Es kann passieren, dass ein Weg aufgrund von Unwettern, umgestürzten Bäumen oder Lawinenabgängen praktisch über Nacht unpassierbar wird. Wandern Sie nie auf gesperrten Bergwegen!
  • Teilen Sie jemandem im Tal mit, wohin Sie gehen und wann Sie vermutlich zurück sein werden. Tragen Sie sich in die Gipfelbücher ein und geben Sie Ihre Aufstiegs- und Abstiegsrichtung an, damit Sie im Falle eines Unfalls leichter gefunden werden können.

HELFEN SIE SICH MIT KARTEN UND APPS

Unterwegs helfen Ihnen spezielle Apps, Ihre geplante Route, eventuelle Besonderheiten und die nötigten Informationen im Auge zu behalten. Aber Achtung! Nicht alle Apps sind geeignet. Vertrauen Sie nur Apps, die auf objektiven, aktuellen und realen Daten basieren, und nicht etwa Quellen, deren Routenbeschreibungen überwiegend subjektiv und somit nicht selten irreführend sind. Für die slowenischen Alpen sind die Apps maPZS und Slovenia Outdoor geeignet.

Slovenia Outdoor App

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GEFÜHRTE WANDERUNGEN

Für eine optimale und sichere Erfahrung ist es ratsam, in Begleitung von lizenzierten Bergführenden zu wandern. Diese können Sie beraten und Ihnen die richtigen Wege zeigen, Sie mit der nötigen Ausrüstung ausstatten und Sie sicher an Ihr Ziel führen. Achten Sie bei der Wahl darauf, welche Lizenz der oder die Bergführende besitzt und ob diese der von Ihnen geplanten Tour entspricht.

Bergführende

Für schwere und sehr schwere Wanderungen sowie für Kletter- und Skitouren sollten Sie auch jeden Fall Bergführende mit entsprechender Lizenz wählen. In Slowenien verfügen die meisten Bergführenden auch über die international anerkannte IFMGA-Lizenz.

Liste lizenzierter Bergführender

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PZS-Bergführende

Bergführende des Slowenischen Alpenvereins (PZS) dürfen nur Touren leiten, die keine Kletterausrüstung und kein Klettern mit Kurzseilsicherung bzw. in Seilschaft erfordern. Wenn Sie also eine Tour auf leichten Bergwegen planen, empfehlen wir Ihnen, eine Bergführerin oder einen Bergführer des PZS anzuheuern.

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Photo: Jošt Gantar

NACHTLAGERRESERVIERUNG IN BERG- UND SCHUTZHÜTTEN

In Slowenien gibt es 159 Berg- und Schutzhütten sowie 18 Biwaks. Die meisten Berghütten bieten schmackhafte, hausgemachte Speisen an und in den größeren Berg- und Schutzhütten gibt es auch die Möglichkeit zur Übernachtung. Neben den üblichen Matratzenlagern bieten immer mehr Hütten auch Zimmer an. Die Hütten dienen auch als Informationsposten im Gebirge, wo Sie Auskünfte über die Möglichkeiten der Fortsetzung Ihrer Route und die aktuellen Zustände erhalten, sowie als Unterschlupf vor schlechtem Wetter und als Informationspunkte über Bergunfälle.

Die meisten Hütten im Gebirge sind nur während der Sommersaison, also von Mai bis Oktober, geöffnet. Einige Hütten sind an den Wochenenden auch den restlichen Teil des Jahres besetzt. Einige Hütten sind besonders beliebt und daher im Sommer gut besucht. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihr Nachtlager in der von Ihnen gewählten Hütte bereits vor Antritt Ihrer Tour zu buchen.

Dies ist über ein spezielles Buchungssystem möglich, das derzeit 21 der beliebtesten und meistbesuchten Hütten umfasst. Der endgültige Übernachtungsbetrag ist zum Zeitpunkt der Reservierung bereits bekannt und kann mit Kreditkarte bezahlt werden. Die Reservierung ist auch kostenlos stornierbar, und zwar je nach Hütte bis zu ein oder zwei Tage vor der Ankunft.

Hüttennachtlager reservieren

Sicher ins Gebirge auch im Winter

So reizvoll die schneebedeckten Gipfel der slowenischen Berge auch sein mögen, so hinterhältig und gefährlich können sie auch sein. Die Wege sind verschneit und die Markierungen daher nicht sichtbar. Dazu lauern Schneelawinen, vereiste Stellen und Schneeverwehungen. Ein Aufstieg, der im Sommer eine Stunde dauert, kann im Winter mindestens die doppelte Wanderzeit in Anspruch nehmen. Hinzu kommen die kürzeren Tage, niedrigere Temperaturen und mehr Wind. Die Verhältnisse im Gebirge können sich schnell ändern. Schnee stellt insofern ein Problem dar, als er die Gefahr birgt, auszurutschen, von einer Lawine mitgerissen zu werden und die Sicht so stark einzuschränken, dass man die Orientierung verliert, wo oben und unten ist. Hinzu kommt, dass die meisten Berghütten im Winter geschlossen sind. Deshalb hier ein paar Tipps, die Sie abhaken sollten, bevor Sie sich in die verschneite Bergidylle begeben.

Kontrollieren Sie die Witterungs- und Schneeverhältnisse in den Bergen. Gehen Sie nicht in die Berge nach starken Schneefällen oder Erwärmungen (warten Sie mindestens drei Tage) wegen der erhöhten Lawinengefahr.

Wählen Sie eine Tour, die Ihrer psychophysischen Kondition entspricht und gehen Sie nicht allein. Informieren Sie Ihre Angehörigen über Ihre geplante Tour.

Da die meisten Berghütten im Winter geschlossen sind, nehmen Sie ausreichend warme Getränke und Essen mit.

Achten Sie auf die richtige Ausrüstung – Winterwanderstiefel, warme Kleidung, Leggings, Eispickel, Steigeisen, Lawinenset (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel). Vergewissern Sie sich, ob die Ausrüstung tadellos funktioniert und ob Sie richtig damit umgehen können.

Da die Tage kürzer sind, gehen Sie frühzeitig los und achten Sie darauf, dass die Touren unter winterlichen Bedingungen mehr Zeit in Anspruch nehmen als im Sommer.

Wenn Sie nicht zu den Versiertesten und Erfahrensten in der Gebirgswelt gehören, sollten Sie sich organisierten Gruppen unter der Leitung von erfahrenen und lizenzierten Bergführenden anschließen. Gehen Sie nie allein in die Berge und schon gar nicht im Winter! Und vergessen Sie nicht, dass die Natur und ihre Bewohner Winterruhe halten. Nehmen Sie also Rücksicht und stören Sie sie nicht, damit sie so gut wie möglich durch den Winter kommen.

Den aktuellen Lawinenbericht finden Sie auf der Website der Crossrisk sowie über das Lawinen-Plugin auf der Website www.slovenia.info auf der rechten Seite oder auf mobilen Geräten als spezielles Icon in der unteren linken Bildschirmecke.

Mehr Informationen

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Respektieren und schützen Sie die sensible Bergnatur

Die Natur entlang der Bergwege ist atemberaubend schön, aber auch sehr empfindlich. Ein Großteil der Julischen Alpen liegt im Nationalpark Triglav und zahlreiche Gebiete in den Karawanken und den Steiner Alpen sind als Natura 2000-Gebiete geschützt. Die hohen Gipfel sind in den unteren Regionen von grünen Wäldern umgeben, die ganze zwei Drittel Sloweniens bedecken und voller Leben sind. Um die Belastung dieser sensiblen Ökosysteme so gering wie möglich zu halten, ist es wichtig, sie mit einem hohen Maß an Respekt und Verantwortung zu betreten. Helfen Sie uns, die Schönheit der Berglandschaft und der darin lebenden Lebewesen zu erhalten. Halten Sie sich an die Regeln für verantwortungsvolle Naturbesuche im Nationalpark Triglav und anderen Schutzgebieten.

Hinweise für einen verantwortungsvollen Naturbesuch

An die markierten Wege halten

Nur wenige Schritte abseits des Weges und Sie könnten bereits das „Zuhause“ oder das Nest einiger Tiere oder den Lebensraum von geschützten Pflanzen betreten haben.

Campen verboten

Das Aufstellen von Zelten oder das Parken von Wohnmobilen in der freien Natur ist nicht gestattet. Das Campen ist nur auf ausgewiesenen Campingplätzen erlaubt.

Baden in Hochgebirgsgewässern verboten

Auch wenn die Hochgebirgsseen und -bäche mit ihrer Schönheit und ihrem kristallklaren Wasser sehr einladend sind, handelt es sich um empfindliche und verletzliche Lebensräume, deshalb ist das Baden in ihnen nicht erlaubt. Dies gilt auch für Ihre vierbeinigen Freunde.

Einsatz von Drohnen verboten

Auch wenn sich mit Drohnen einzigartige Luftaufnahmen machen lassen, ist ihr Einsatz in der freien Natur ohne vorherige Genehmigung verboten.

Seien Sie ein respektvoller Gast

Ruhe und Stille sollten das Privileg der Bewohnenden und Besuchenden des Parks sein. Bitte respektieren Sie die Ruhegebiete.

Feuer machen verboten

Lagerfeuer und andere offene Feuer sind in der freien Natur verboten. Ausnahmen sind eigens dafür eingerichtete Stätten zu land- und forstwirtschaftlichen Zwecken.

(Nur) zu Fuß in den Naturpark

PKW sind in der natürlichen Umgebung des Parks verboten. Auch Radfahren ist mit Ausnahme der ausgewiesenen Wege nicht erlaubt.

Leinenpflicht für Hunde

Im Park leben zahlreiche Tiere, die sich durch die Anwesenheit Ihres vierbeinigen Freundes gestört fühlen könnten. Leinen Sie Ihre Hunde daher bitte an.

Seien Sie ein verantwortungsvoller Parkbesucher

Der Nationalpark Triglav umfasst drei Schutzzonen mit unterschiedlichen Schutzgraden. Die beiden inneren unterliegen strengeren Verhaltensregeln als die äußere Zone, die auch stärker besiedelt ist. Neben den bereits genannten Regeln für das Verhalten in der Natur gibt es auch einige Empfehlungen in puncto Nachhaltigkeit, mit denen wir gemeinsam den Reichtum des natürlichen und kulturellen Erbes des Parks bewahren können.

  • Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel zu den Ausgangspunkten.
  • Unterstützen Sie die lokale Wirtschaft, indem Sie lokale Produkte kaufen und Produkte und Erlebnisse wählen, die unter lokalen Kollektivmarken angeboten werden.
  • Nehmen Sie Ihren Müll mit ins Tal zurück.
  • Buchen Sie Ihre Unterkunft direkt bei lokalen Anbietenden. Ein Nachtlager in einer Berghütte können Sie über das Buchungssystem der Slowenischen Alpenvereins (PZS) reservieren.
  • Holen Sie die nötigen Informationen ein und sorgen Sie für einen sicheren und verantwortungsvollen Bergbesuch.

Mit Respekt und Achtung in den Nationalpark Triglav

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Was tun, wenn ein Unfall passiert?

Jeder Bergbesuch birgt auch ein gewisses Risiko. Zu Unfällen, meist durch Stolpern und Ausrutschen, kann es zum Beispiel aufgrund von mangelnder Kenntnis des Geländes, unzureichender körperlicher und geistiger Fitness oder mangelnder Ausrüstung und ungeeignetem Schuhwerk kommen. Natürlich kann man selbst viel tun, um das Risiko zu verringern, indem man sich sorgfältig auf die Bergtour vorbereitet, doch es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Und was ist im Falle eines Unfalls zu tun?

Wenn Sie als Erster beim Unfallopfer sind, ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und zu versuchen, auch die anderen beteiligten Personen zu beruhigen. Als nächstes heißt es, die Lage einzuschätzen und sich selbst und die verunglückte Person vor möglichen Steinschlägen, Lawinen und Kälte zu schützen. Leisten Sie erste Hilfe.

Rufen Sie die europaweite Notrufnummer 112!

Wenn Sie sich in einem Funkloch befinden, sorgen Sie dafür, dass die Unfallmeldung so schnell wie möglich eine der Meldestellen des Bergrettungsdienstes erreicht, die sich für gewöhnlich in den Berg- und Schutzhütten sowie anderen mit dem Bergrettungszeichen „GZS“ gekennzeichnete Einrichtungen im Gebirge und im Tal befinden. An einigen Meldestellen sind auch automatische SAPOGO Notfunkgeräte installiert.

Moderne Wegweiser haben auch eine spezielle Identifikationsnummer, die von der meldenden Person an die Rettungskräfte weiterzugeben ist, damit diese den Unfallort und das Unfallopfer genauer lokalisieren können.

Wenn Sie einen Notruf absetzen, müssen Sie folgenden Angaben machen:

WER MELDET DAS EREIGNIS?

WAS IST PASSIERT?

WO IST ES PASSIERT?

WANN IS ES PASSIERT?

WIE VIELE VERLETZTE GIBT ES?

WELCHE VERLETZUNGEN LIEGEN VOR?

WELCHE UMSTÄNDE HERRSCHEN AM UNFALLORT?

WELCHE ART VON HILFE WIRD BENÖTIGT?

Sobald Hilfe eintrifft, entfernen Sie sich sicher vom Unfallort, damit die Rettungskräfte ihre Arbeit ungestört und sicher erledigen können. Achten Sie darauf, dass Sie weder das Unfallopfer noch die Rettungskräfte in Gefahr bringen. Wenn Sie sich in der Nähe eines Rettungshubschraubers befinden, nehmen Sie eine kauernde Position ein und schützen Sie Ihre Ausrüstung vor dem vom Hubschrauber verursachten Wind. Ansonsten befolgen Sie die Anweisungen der Rettungskräfte, respektieren Sie die Privatsphäre des Opfers und machen Sie keine Fotos oder Videoaufnahmen von dem Unfall.

Entdecken Sie die Schönheit der Bergwelt auf sichere Weise

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