
Entlang der gut 46 Kilometer langen slowenischen Küste reihen sich schöne mittelalterliche und touristische Städte, wie etwa
Piran und
Portorož. Am Meer befinden sich sowohl angelegte als auch wilde
Strände, wenn Sie lieber die Einsamkeit genießen möchten. Wegen des submediterranen Klimas sind die Winter mild, die Sommer dagegen heiß und ein wenig trockener, doch die Vegetation ist üppiger als in einigen anderen Mittelmeerländern. Das slowenische Mittelmeer ist grün. Dort gedeiht auch die Weinrebe sehr gut.
Natursehenswürdigkeiten
Das slowenische Mittelmeer umgeben drei Meeresbuchten: die Buchten von Piran, Strunjan und Koper. Dicke Mergel- und Sandsteinschichten bilden in der Bucht von Strunjan die höchste Flyschwand an der gesamten Adria, die sich auch bis zu 80 Metern über dem Meer erhebt. Das Kliff von Strunjan ist ein Naturschutzgebiet und gehört zusammen mit den Salinen zum
Landschaftspark Strunjan.

Noch bekannter sind die
Salinen von Sečovlje in der Bucht von Piran, die spätestens schon seit dem Jahre 800 bestehen. Heute sind dies die einzigen Salinen am Mittelmeer, in denen hochwertigstes Salz auf traditionelle Art in Kristallisierungsbecken nach dem Petolo-Verfahren gewonnen wird. Wegen des außergewöhnlich reichen Natur- und Kulturerbes wurden sie zum Landschaftspark erklärt, der auch ein sehr bedeutender Zufluchtsort für Vögel ist. So wurden im Salinengebiet schon fast 300 Vogelarten beobachtet, rund 80 Arten nisten hier ständig oder gelegentlich. Ein ausnehmend bedeutendes Vogelrückzugsgebiet ist auch das
Haff von Škocjan nahe Koper.
Geografisch gehört das slowenische Mittelmeer zum
Slowenischen Istrien, dessen Küstengebiet eine grüne Hügellandschaft ist. Besonders interessant ist das Gebiet des Karstrandes, das eine klare Trennlinie zwischen der Karst- und Küstenregion zieht. Die steilen Wände in
Črni kal und
Osp gehören heutzutage zu den besten und anspruchsvollsten Outdoor-Kletterwänden in Europa. Doch Naturschönheiten verstecken sich auch unter dem Meeresspiegel. Eine außergewöhnlich reiche und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt gibt es im Meer bei Piran zu entdecken. Das
Kap Madona wurde zum maritimen Naturdenkmal erklärt.
Touristische Orte und Städte
Koper ist die bedeutendste Stadt an der slowenischen Küste und die sechsgrößte Stadt Sloweniens. Die auf einer Insel liegende Stadt wurde zu Zeiten der Römer gegründet, stark durch die jahrhundertelange Vorherrschaft Venedigs geprägt und vor einigen Jahrhunderten mit dem Festland verbunden. Die außergewöhnlich gut erhaltene
mittelalterliche Altstadt ist eins der malerischsten Orte des nördlichen Teils der Halbinsel Istrien. In der Stadt gibt es einen gut entwickelten Nautiktourismus und einen
Jachthafen, außerdem befindet sich hier der Sitz der Universität von Primorska. Für Gesamtslowenien ist der Hafen
Luka Koper von großer strategischer Bedeutung.
Vor einigen Jahrhunderten war auch
Izola, das attraktive Küstenstädtchen mit reicher Fischereitradition und der erhaltenen mittelalterlichen Altstadt, eine Insel. Das Tourismusangebot entwickelte sich verstärkt in der Bucht
Simonov zaliv, wo sich das Strandbad, Hotels und Restaurants befinden. Am westlichen Stadtrand liegt der
Jachthafen von Izola. In der Stadt finden zahlreiche internationale Musik-, Kultur- und Sportveranstaltungen statt. Einen starken Besucheransturm erlebt die Bootsmesse.

Von den kleinen mittelalterlichen Städten an der slowenischen Küste wird höchstwahrscheinlich
Piran am meisten zu begeistern verstehen. Die alte Hafenstadt liegt dicht zusammengedrängt auf einer schmalen Halbinsel. Im Mittelalter war sie mit einer Wehrmauer umgeben. Ein Teil der Mauer ist noch heute erhalten. Das Herz der Stadt, der
Tartini-Platz, ist gänzlich als kulturhistorisches Denkmal geschützt. Die Stadt bewahrte ihren ursprünglichen Grundriss mit engen Gassen und sich eng aneinander reihenden Häusern, die sich von der Küste stufenartig zum Gipfel des Bergrückens emporschlängeln und der Umgebung den typisch mediterranen Charakter verleihen. In Piran gibt es zahlreiche gute Restaurants und Hotels sowie das
Seefahrtmuseum Sergej Mašera und das Aquarium.
Mit der längsten Tourismustradition an der Küste kann sich
Portorož rühmen, die touristische Stadt mit komfortablen Hotels und modernen Badelandschaften sowie einem abwechslungsreichen Angebot an Restaurants und Veranstaltungen. Portorož ist ein beliebtes
Kongresszentrum – zahlreiche Konferenzräumlichkeiten können auch bis zu 1500 Gäste fassen. In Portorož findet man mitunter auch ein Spielcasino, einen
Jachthafen sowie ein
Naturheilbad mit Wellnessangebot, in der Nähe befindet sich auch ein
internationaler Flughafen. Portorož ist also eine Stadt mit einem abwechslungsreichen Angebot an Unterhaltung, Sportaktivitäten und Erholung.
In
Strunjan befindet sich das bekannte Naturheilbad, wo mitunter verschiedene Heiltherapien mit Meeresschlamm angeboten werden. In der Nähe liegt der
Landschaftspark Strunjan, zu dem das Kliff von Strunjan und die Salinen gehören.
Im Hinterland der Küstenstädte, im Hügelland
Šavrinska Brda, liegen viele alte und malerische istrianische Ortschaften wie Padna, Krkavče, Koštabona, Pomjan und Gažon.
Unweit der Küste gehört zu den größten touristischen Sehenswürdigkeiten das Dorf
Hrastovlje mit der Heiligen Dreifaltigkeitskirche, die mit den narrativen spätgotischen Totentanz-Fresken geschmückt ist. Diese Freskenmalerei in Hrastovlje gehört zum größten Schatz der mittelalterlichen Wandmalerei in Slowenien.
Ein wunderschöner Blick auf die Küste Sloweniens, vor allem aber auf Triest, bietet sich von der
Burg Socerb. In der Burg befindet sich ein Restaurant, in dem Sie wie ein Burgherr bewirtet werden.
Aktivitäten

Die Küste Sloweniens ist ein Paradies für
Wassersport.
Es gibt zahlreiche angelegte Strände, die verschiedene Sportaktivitäten anbieten, von Beachvolleyball bis zu Fahrten mit aufblasbaren Luftkissenbooten. Zahlreiche Hotels haben auch eigene Badelandschaften.
Das slowenische Meer mit dem Maestral, dem Nordwestwind im Sommer, und dem kräftigen Borawind in den anderen Jahreszeiten eignet sich gut zum
Segeln. Man kann auch Segelboote mit Skipper mieten. Anlegeplätze für Boote und Schiffe gibt es in drei
Jachthäfen. Auf dem Meer kann man beispielsweise auch
Wasserski fahren oder
tauchen.
Das Hügelland der Küstenregion ist ideal für Radtouren. Es gibt mehrere angelegte
Radwege.
In Strunjan und Portorož wird in den
Naturheilbädern für Ihr Wohlbefinden gesorgt.
Kletterer können sich zu allen Jahreszeiten an den, am Karstrand gelegenen, äußerst anspruchsvollen Kletterwänden in
Osp,
Mišja peč und
Črni kal versuchen.
Außergewöhnliche Orte zum Beobachten von Vögeln sind die
Salinen von Sečovlje und das
Haff von Škocjan. Im Slowenischen Istrien können Sie sich auf Trüffelsuche, jener erstklassigen Spezialität, begeben.
Kulinarik und Wein
Zahlreiche Gasthäuser und Restaurants an der slowenischen Küste sind berühmt für deren mediterrane Küche und Angebot an guten Weinen. Unter den Rotweinen hat der
Refošk, unter den Weißweinen der
Malvazija einen besonderen Stellenwert.