
Der Wallfahrtort mit zwei Filialkirchen liegt über dem Ort Črna auf einem sonnenseitigen Aussichtshang des Berges Mala planina. Oberhalb der größeren, bekannteren Kirche steht die kleinere einschiffige gotische Filialkirche zur hl. Petra. Die einfache, gemauerte und verputzte Fassade mit Satteldach verbirgt im Schiff eine dekorative, stark beschädigte, patroniert bemalte Holzdecke (1475) und drei goldene Altäre aus dem 17. Jh. (hl. Peter, hl. Luzia, hl. Laurentius).
Etwas tiefer befindet sich das Mesnerhaus, im dem gelegentlich ein Imbiss erhältlich ist, eine kleinere Kapelle mit der Statue Christus der König, ein Werk von France Kralj, und ein frei stehender Kirchturm (Glocke aus 1491), ein Überrest der einstigen Wehrmauer.
Die Kirche St. Primus und Felizian (ehemals Kirche zur hl. Radegunde) ist romanischen Ursprungs. Die jetzige Kirche wurde im 15. Jh. angebaut und später vergrößert. Aus der Zeit der Gotik stammt der für diese Gegend ungewöhnliche zweischiffige gewölbte Innenraum mit einem verengten Chor, der 1507 errichtet wurde. Der Kirchturm ist in die Westfassade eingebunden. Der Innenraum überrascht mit einer herausragenden Ausstattung und Malerei aus der Renaissance. Die Darstellungen an den Wänden sind mit 1504 datiert. Vielleicht sind sie das Werk des Meisters Veit oder des Meisters von St. Primus. An der Nordseite ist eine einheitliche Darstellung des Zugs und der Anbetung der hl. Drei Könige, der Plagen sowie der Schutzmantelmaria und des leidenden Christi erhalten. Die Südseite zeigt Fresken aus dem Leben Mariä, und zwar mit Bildnissen, die nicht nur aus ikonographischer Sicht interessant sind. Sie geben ein Spiegelbild des Lebens einer Frau im 16. Jh. Die gemalten Szenen sind in reale Landschaften oder Räume gestellt, interessant sind viele genrehaften Details, von den Kleidern bis zu dem Verhalten der Menschen. An der Westseite steht ein "Baldachinaltar", ein Symbolgrab mit Reliquien der Märtyrer Primus und Felizian. Der Hauptaltar (1628) ist einer der frühen goldenen Altäre aus der Laibacher Werkstatt des Giovanni Battist Costa. Die spätbarocke Kanzel bemalte Valentin Metzinger 1742 mit Evangelisten und einem prächtigen Stillleben. Die Orgeln sind das älteste Instrument eines bekannten Orgelbauers in Slowenien (Janez Fuller, 1680).
Die Kirche wird regelmäßig betreut. Die Kirchenschlüssel sind, vor allem an den Wochenenden im nahen Mesnerhaus erhältlich. Während der Woche sollte man im Pfarramt im Tal nach den Schlüssel fragen.
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