
Die Stadt Tržič stellt zusammen mit seiner idyllischen Umgebung eine einzigartige Identität der alpenländischen Lebensart dar, die sich in Form einer gemeinsamen Erinnerung in den Sammlungen des Museums Tržič widerspiegelt. Auf Initiative des Slowenischen Technischen Museums und Bestrebungen des heimischen Museumsvereins sowie mit Unterstützung der hiesigen Bevölkerung begann 1964 die Entwicklung zur heutigen öffentlichen Kulturinstitution, die das Kulturerbe im Großraum der Stadtgemeinde Tržič sammelt, verwahrt, dokumentiert, erforscht und darstellt. Die Hauptausstellungsräume mit den Handwerkssammlungen (Gerberei, Schusterei, Wagenbauerei, Textilherstellung, Köhlerei) und den Depots, wo das reichhaltige volkskundliche, historische, kulturhistorische und kunsthistorische Erbe und andere dokumentarischen Unterlagen verwahrt werden, sind in einem Gebäude beheimatet, wo bis zum 19. Jh. eine Gerberei und dann ein gutes halbes Jahrhundert die Färberei der bekannten Bürgerfamilie Pollak ansässig war. Das Museum betreut ferner das Kurnik-Haus, das Geburtshaus des heimischen Wagenbauers und Volksschriftstellers Vojteh Kurnik (1826 - 1886), in dem ein Gedenkzimmer eingerichtet ist. Die lokale Wohnkultur wird in authentischen Räumen dargestellt - in der Stube, in der Kammer und in der Rauchküche, wo noch Feuer im Ofen angezündet und Brot gebacken werden kann. Zudem wird das Kurnik-Haus als Ausstellungsstätte für kleinere museale und andere Ausstellungen genutzt. Zum Museum gehören noch die Ferd-Mayer-Galerie, wo gelegentliche Kunstausstellungen stattfinden, die Schmiede Germovka und die Partisanendruckerei des Kokra-Trupps.