Angebot bewerten:

Štanjel

Seite drucken In den Reiseplaner eingeben
Straße: Štanjel 6222 Štanjel
Telefon: ++386 5 769 00 56
E-Mail:
http://www.kras-carso.com
Štanjel ist einer der malerischsten und ältesten Orte im Karst, der vor allem wegen seines historisch als auch architektonisch außerordentlich wertvollen alten Ortskerns berühmt ist, dessen Ursprünge noch aus der Vorzeit stammen. Diese Ortschaft ist nach dem Schutzheiligen des Dorfes, dem hl. Daniel benannt, in alten Quellen wird aber auch der Namen hl. Engel oder Erzengel verwendet, so wie das Schloss einst genannt wurde. Für den alten Ortkern ist die offene Bauform der Karsthäuser (d.h. ohne Innenhöfe) charakteristisch, die bis heute ihre romanische und gotische Konzeption bewahrt haben, und die engen Gassen, die zu kleinen Plätzen mit monumentalen Brunnen führen.

Die Anfänge der Besiedlung Štanjels reichen in die Hallstattzeit zurück, als auf dem Hügel Turn eine Höhenburg entstand. Diese wurde in der Antike von den Römern besetzt, weil sie von dort nicht nur einen schönen Ausblick auf die umliegende Landschaft hatten, sondern zugleich auch den Durchgang vom Karst ins Vipavatal kontrollieren konnten. Im Mittelalter breitete sich auf den sonnenseitigen Terrassen eine Siedlung aus, die zum ersten Mal im Jahr 1402 im Görzer Urbarium erwähnt wird. In einem weiten Umkreis war die Siedlung als ein wichtiger Handelsposten bekannt. Nach 1500, nachdem die Görzer Grafen ausgestorben und die Habsburger an die Macht gekommen waren, begann Štanjels Renommee als Handelsposten zu verblassen und der Ort wandelte sich während der habsburgisch-venezianischen Kriege und der Türkeneinfälle in eine bedeutende Militärfestung um. Zum Schutz vor Türkeneinfällen, wurde im 15. Jahrhundert eine Wehrmauer gebaut, als aber diese Gefahr vorüber war, begann man die Häuser und einen Teil des Schlosses aus Platzmangel direkt an die Wehrmauern und Wehrtürme anzubauen. Die Venezianer nahmen Štanjel im Jahr 1508 für kurze Zeit ein. In der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert herrschten hier die Grafen Cobenzl, die sich im Schloss eine eigene Residenz einrichteten und die Kirche von Štanjel als Familiengrabkirche aussuchten. Die Mitglieder dieser bedeutenden Adelsfamilie gehörten zu den höchsten Bediensteten und diplomatischen Vertretern der Habsburger (z. B. Hauptmänner von Triest und Krain) und auch zu den Begründern der Akademie in Brüssel und ähnlicher Institutionen in Görz. Mit weiteren umfangreichen Umbauten des Schlosses, der Kirche und der Verteidigungsmauer haben die Grafen Cobenzl der Ortschaft ihr bis heute markantes Erscheinungsbild gegeben.
Im Ersten Weltkrieg wurde die Ortschaft durch die österreichische Armee besetzt, die sich im Schloss ein Krankenhaus für Offiziere einrichtete und im unteren Teil des Dorfes einen Stützpunkt, ein Krankenhaus und einen Friedhof anlegte. In der Zwischenkriegszeit gab der Ortschaft ihre besondere architektonische und entwicklungspolitische Bedeutung der Architekt und Stadtplaner Max Fabiani aus Kobdilj, der ab 1935 auch Bürgermeister Štanjels war (siehe Kapitel über bedeutende Persönlichkeiten). Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss samt einigen Häusern von den Partisanen niedergebrannt, die Dorfbewohner verbrachten den Krieg als Flüchtlinge in den umliegenden Orten. Die Revitalisierung des Schlosses begann in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts und hat sich bis zu den heutigen Tagen fortgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich unterhalb des alten Ortskerns eine Neubausiedlung entwickelt.
 
Die Pfarrkirche des hl. Daniel (sv. Danijel) wurde zwischen 1455 und 1460 an dem Ort gebaut, wo früher das alte Kirchengebäude stand. Trotz später erfolgter Umbauten im Barockstil stellt diese Kirche ein bedeutendes Denkmal der gotischen Architektur im Karst dar. Als charakteristische gotische Elemente sind auf der Außenseite noch immer zwei gotische Eingänge und zugemauerte Fenster sowie eine Reihe äußerer Stützen beim Presbyterium zu sehen. Im Inneren der Kirche weist ein gotischer Spitzbogen den Weg zum Presbyterium. Der Kirche wurde ihr barockes Erscheinungsbild im 17. und 18. Jahrhundert verliehen. Die Steinaltäre im Barockstil sind vermutlich ein Werk der Künstlerwerkstatt Lazzarini aus Görz. Zweifelsohne am interessantesten ist die Reliefdarstellung des Schlosses Štanjel auf dem Hauptaltar. Zwei Holzstatuen der Heiligen am Hauptaltar sind Werke des bedeutenden steirischen Bildhauers Johann Straub. Im Jahr 1609 wurde der Kirchturm angebaut, der wegen seiner einzigartig geformten Turmspitze zum Symbol Štanjels wurde. Außen wie auch im Inneren sind Grabsteine der Grafen Cobenzl und anderer Familien angebracht. An der Fassade der Sakristei befindet sich ein Denkmal zum Gedenken an Bischof Anton Mahnič, das von Evgen Guštin errichtet wurde.


Ferrarigarten unterhalb der befestigten Ortschaft; der Weg führt durch den Turm am Torweg nach Kobdilj. Der gesamte Komplex der Villa Ferrari und des Ferrarigartens entstand in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts unter der Leitung des Architekten Max Fabiani und ist die bedeutendste Parkanlage aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Slowenien. Der Besitzer dieses Komplexes war Enrico Ferrari, Arzt aus Triest und Schwager Max Fabianis. Max Fabiani kaufte die meisten, der in der ersten Reihe gelegenen Gebäude oberhalb des Parks und auch einige in der zweiten Reihe auf. Fabiani renovierte zwar alle Häuser, dennoch blieben sie von der Straßenseite her unverändert. Die Revitalisierung und Umwandlung der einstigen Bauernhäuser in eine Villa stellt ein konzeptuelles Novum im Bereich der europäischen Architektur dar. Die dem Park zugewandte Seite der Häuser ist als Landvilla mit Park ausgestattet. Der Garten ist terrassenartig angelegt, womit das Baukonzept von Štanjel nachgeahmt wurde und sich mit der Landschaft verschmolz. Neben Gemüse- und Blumenbeeten, verschiedenen Pflanzen und Bäumen, einer Pergola, einer Boulebahn, eines Aussichtspunkts und eines Pavillons stellt eine Besonderheit dieses Parks auch das Wasserbecken dar, das mit Wasser aus dem eigens dafür angelegten Wassersystem aufgefüllt wurde, das das Regenwasser des Hügels oberhalb von Štanjel sammelte. Durch dieses System wurde das Wasser in alle Gebäude der Villa geleitet. Leider wurde dieses System im Zweiten Weltkrieg zerstört, wie auch einige Häuser und der Turm, der einst das nordöstliche Ende des Gebäudekomplexes abschloss. Zur Villa und zum Park führt ein Panoramaweg, der um den Hügel herum verläuft und an einem schmiedeeisernen Tor mit dem Monogramm des Besitzers endet. Vom Garten und von diesem Weg aus bietet sich ein herrlicher Ausblick zum Branicatal und auf die umliegende Hügel- und Berglandschaft. Der Park ist in letzter Zeit ein beliebter Platz für Verliebte geworden, die auf der venezianischen Brücke prüfen können, wie stark ihre Liebe ist.
 


6222 
Štanjel 
Telefon : ++386 (0)5 769 00 56 
E-mail :  
Homepage : www.komen.si 


geführt
GPS Northing (N) : 45,8226 
GPS Easting (E) : 13,8438 
Fotografien
Administrator : Občina Komen - TIC Štanjel | ++386 5 769 00 56 | | last modified: 29.10.2010
Landkarte
GPS N: 45,8226
E: 13,8438

Buchen & Kaufen

Reservierung
Suchen:

Anreise:
Tag
Monat
Jahr
Nächte
Zimmer
Erwachsene
Zimmer/Appartement
Kinder
SUCHEN
X

Cookies

Die Webseite verwendet sog. Cookies zur Verbesserung der Benutzererfahrung. Durch den Besuch und die Nutzung der Webseite erklären Sie sich mit Cookies einverstanden.
Ich stimme zu
Einzelheiten nachlesen