
Der Bereich der Emonska cesta (Emona-Straße) und Vegova ulica (Vega-Straße) entstand im 19. Jahrhundert, nachdem der Graben an Ljubljanas mittelalterlicher Ostmauer zugeschüttet wurde. Das Gebiet wurde vom großen Architekten Jože Plečnik mit zahlreichen Treppen, Bänken, Denkmälern, einem Kiosk und Bäumen gestaltet. Diese Gestaltung schloss er kurz vor seinem Tod mit dem Umbau des einstigen Klosterkomplexes Križanke ab.
Sein erstes Werk in diesem Gebiet war ein Obelisk (1929) auf dem Platz der Französischen Revolution (Trg Francoske revolucije), der Napoleon und den Zeiten der Illyrischen Provinzen gewidmet ist. Jene Epoche war in der slowenischen Geschichte deshalb bedeutend, weil die französische Obrigkeit den Slowenen erstmals die Ausbildung in der eigenen Sprache erlaubte und die Entwicklung der slowenischen Kultur ermöglichte.
Im Jahr 1932 gestaltete Plečnik Terrassen mit Denkmälern berühmter slowenischer Musiker auf Säulen vor dem Gebäude des Musikvereins Glasbena matica, Beim Bau der National- und Universitätsbibliothek fügte er eine Terrasse auf Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer mit Denkmälern prominenter slowenischer Sprachwissenschaftler und an der Seite ein Denkmal des Dichters Simon Gregorčič (1937) hinzu. Die Straße Vegova ulica läuft beim Gebäude der alten Universität auf den Platz Kongresni trg aus. An den Rand des Zvezda-Parks setzte Plečnik ein Wetterhäuschen, das den gestalteten Straßenzug abschließt.