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Römische Siedlung - Villae rusticae

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Straße: Maribor, 2000 Maribor
www.maribor-pohorje.si
Villa rustica ist ein kleiner Teil des römischen Erbes, das hier schon mehr als 1700 Jahre lang die Zeiten überdauert.

Die römische ländliche Villa ( da es um die villa rustica geht, besteht kein Zweifel, dass dieser Teil vom Mariborsko polje / Mariborer Feld / insbesondere dem Ackerbau diente) ist eine besondere Besitzform eines reichen römischen Siedlers, der dieses Stück Land aufgrund gut durchdachter Bodennutzung für seinen Bedarf, seinen Rang und nach seinem Geschmack gestaltete. Villen waren meist komfortabel und modern eingerichtet, die Lage an der Straße ermöglichte Kommunikation mit benachbarten, aber auch mit entfernten Orten.

Auch unsere Villa rustica liegt an der archäologisch bezeugten Ansiedlungsachse (Hoče, Bohova, Betnava, Radvanje) unmittelbar neben der wichtigen, der Drau entlang verlaufenden Straße, die von einer römischen Kolonisation in Podravje (Draugebiet) zeugt. Bei der Erforschung der Baugeschichte fand man drei Bauphasen, die unterschiedlich erhalten sind. Die älteste Bauphase blieb wegen späterer Bauarbeiten nur spärlich an der südwestlichen und nordwestlichen Seite des Baukomplexes erhalten.

 
Archäologische Fundstätte

Das Objekt, das wir heute sehen, beinhaltet Bauelemente der zweiten und dritten
Phase, also jene Elemente aus dem mittelalten und dem jüngsten Zeitraum. Der
gesamte Komplex wurde von einer 98,10 x 90,20 m
großen Außenmauer umgeben,
zugleich Tragmauer der Wirtschaftsgebäude an der Südostseite und für die
Wohngebäude an der Nordwestseite der Villa. In der Ebene sind zwei Bauweisen
erkennbar: an der Seite größere Bruchsteine und Kieselsteine, der mittlere Teil wurde
mit kleineren Steinen und Schotter mit starkem Mörtelbindemittel aufgefüllt, oder aber
Rundsteine, die in Fischgräten -Technik verlegt waren (opus spicatum). Die Flusssteine
wurden unterschiedlich in vier Schichten aufeinander gehäuft, dazwischen gab es bis zu
5 cm dicke Schotter- und Sandschichten, die als Dämmung dienten.

An der Südseite der Villa gab es mindestens drei größere gemauerte
Wirtschaftsgebäude und zwei oder drei freistehende Holzbauten. Aufgrund der stark
zerstörten Überreste dieses Teils kann die Widmung nicht mehr genau bestimmt
werden, doch aller Wahrscheinlichkeit nach dienten sie als Getreidespeicher und
Vorratskammern, Vieh- und Schafställe, Scheunen oder Ähnlichem. Großzügigkeit und
Funktionalität waren in der römischen Architektur ein untrennbarer Begriff. Im Raum
dominierte bestimmt das Wohngebäude, das zusammen mit dem anderen
Wohngebäude, durch den geräumigen Hof von den Wirtschaftsgebäuden getrennt war.

Die zu der Zeit herrschende hohe Wohnkultur setzte sich auch auf dem römischen
Lande durch. So waren im ersten Wohngebäude sogar fünf Gemächer mit
Zentralheizung eingerichtet (hypocaustum). Vom ersten Raum aus stieg die heiße Luft
unter die Backsteinwölbe, und durch die Tonrohre drang sie unter den Wandputz in die
anderen Räume. Auf dem weißen Estrich blieben Abdrücke der Backsteine für
Gewölbepfeiler erhalten. Zum selten erhaltenen Material gehören auch die Reste der
Wandmalereien, Blumen- und geometrische Motive in pompejisch roter, gedämpfter
ockergelber und grüner Farbe.
Das benachbarte Wohnhaus wurde nach dem Prinzip
des heimischen pannonischen Hauses gebaut. Von dem 13 m langen Gang ging es in
die großflächigen Wohnräume. Dem Baumaterial und der Technik nach werden sie der
jüngsten, also der dritten Bauperiode zugeordnet. Zwei kleinere Türme mitten in der
südöstlichen und südwestlichen Linie der Außenmauer ermöglichten einen weiten
Ausblick und auch einen besseren Schutz. Die Überreste zeugen davon, dass die
Bauwerke aus Stein gebaut und verputzt waren und eine Dachdeckung (tegula) mit
Verbindungskanten hatten. Obwohl neben der Villa ein Bach mit klarem Wasser floss,
benutzten die Eigentümer für den Eigenbedarf das Wasser aus dem Brunnen.

Grabfeld, eiserner Hausschlüssel, gläserner Armreif, Bronzemünzen …


Rund um die Villa rustica fand man auch einige Gegenstände, vorwiegend aus Keramik,
verschiedene Werkzeugstücke, einen eisernen Hausschlüssel, einen Glasarmreif, zwei
Bronzemünzen
(auf einer ist Kaiser Gallienus, 253,268 u.Z. abgebildet). Eine
besondere Entdeckung ist bestimmt das Grabfeld innerhalb der Villenmauer unter den
Trümmern der beiden Wohnobjekte.
Man fand 28 Gräber, die planlos in den Sandboden
gegraben wurden, in drei Fällen mit römischen Backsteinquadern besetzt. Die Skelette
sind nicht gut erhalten, sie befanden sich in ausgestreckter Lage. Bis auf ein Grab, wo
eine Mutter mit Kind begraben wurde, waren alle anderen Einzelgräber.
Ethnisch gesehen ist das ein slawisches Grabfeld bzw. könnte es einer Gruppe der
Slawen gehört haben, die sich hier in dem schon vorher kultivierten antiken Raum im
10. und 11. Jahrhundert angesiedelt hatten. Die Bedeutung des Gräberfeldes ist umso
größer, weil es anschaulich die historischen Quellen ergänzt und dazu beiträgt, mit der
Ansiedlung dieses Raumes vertraut zu werden. 


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Administrator : Zavod za turizem Maribor - Pohorje | ++386 2 234 66 11 | | last modified: 21.07.2014
Landkarte
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Destination: Maribor - Pohorje
Ort: Maribor

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