
Diese slowenische Region dürfen Sie auf keinen Fall nur oberflächlich kennenlernen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Schönheiten, die sie unter der Oberfläche bietet, sind noch viel verblüffender als die, die Sie sonst in dieser bewegten, meist mit Wald bewachsenen Landschaft bestaunen können. Fast jeder Quadratkilometer der Region verbirgt nämlich eine der mehreren Tausend Karsthöhlen.
Unweit von
Postojna, dem Verwaltungs-, Wirtschafts- und Kulturzentrum der Region, laden die
Höhlen von Postojna schon seit mehr als hundert Jahren in ihre unterirdischen Gänge mit ergreifenden Felsskulpturen ein. Zur Besichtigung von etwa fünf der insgesamt 21 Kilometer Gänge werden Sie mit der elektrischen Höhlenbahn gefahren. In der Höhle lebt das einzige Höhlenwirbeltier in Europa, ein bleicher Lurch, der
Grottenolm (proteus anguinus).
Liebhaber der unterirdischen Wunder sind auch von der Höhle
Križna jama in der Nähe von Loško polje begeistert, in der Sie einen Teil des Wegs mit einem Boot zurücklegen. Zu den außergewöhnlichen Natursehenswürdigkeiten, die ebenso Teil des
Regionalparks Notranjska sind, gehört die hohe Naturbrücke in der Schlucht
Rakov Škocjan. Nur einige Kilometer weiter befindet sich noch ein Phänomen der Karstwelt, der periodische See. Der
See von Cerknica ist in den Monaten mit viel Wasser der größte See in Slowenien. Die Erscheinung des versickernden Wassers hat der bekannte slowenische Geschichtsschreiber
Janez Vajkard Valvasor als einer der weltersten untersucht. Dieser hat in seinem Werk "Slava Vojvodine Kranjske" (Originaltitel: Die Ehre dess Hertzogthums Crain), das Ende des 17. Jahrhunderts erschien, auch die außergewöhnliche Tätigkeit der Bewohner der Hochebene
Bloška Planota beschrieben, die einen großen Einfluss auf die spätere Entwicklung des Skisports hatte. Die Einwohner von Bloke waren zu jener Zeit die einzigen in Mitteleuropa, die zum Laufen und Schwingen auf dem Schnee Skier verwendeten.
Die Region Notranjsko-Kraška ist ein Gebiet, in dem derselbe Fluss unter sechs verschiedenen Namen sechsmal versickert und wieder auftaucht. Zum siebten und letzten Mal erscheint er als
Ljubljanica. Zum ersten Mal versickert er in
Babno polje. Diese Gegend ist für die niedrigste jemals gemessene Temperatur in Slowenien bekannt: minus 35 Grad Celsius.
In dieser sehr bewegten, hügeligen Gegend sticht das Karsthochland
Snežnik hervor, das den höchsten Gipfel in Südslowenien hat. Im Vorland steht das schöne
Schloss Snežnik, in dem ein Museum eingerichtet wurde.
Einsicht in die aufregenden Zeiten des 20. Jahrhunderts bietet der
Park der Kriegsgeschichte in Pivka, wo zahlreiche Panzerfahrzeuge ausgestellt sind, die die Streitkräfte und auch die ehemalige jugoslawische Volksarmee in beiden Weltkriegen verwendeten.
Eines der Zentren der Region ist in
Ilirska Bistrica, das in den vergangen Jahrhunderten durch seine Holzindustrie bekannt war. Die Sägen wurden von zahlreichen Wasserrädern angetrieben, von denen heute die restaurierte Mühle Hodnikov mlin besichtigt werden kann.