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Socerb

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Tourist-Info-Center:Tic Koper
Titov trg 3, 6000 Koper
++386 5 664 64 03
375 m
Seehöhe
auf dem Land
Das Haufendorf mit dem alten Volksnamen Strmec entwickelte sich in einem breiten Halbkreis unter einem Felsen, über dem eine Burg thront.

Das Dorf liegt unter dem Karstrand des Podgorje-Karsts an der Straße Kastelec-Prebeneg auf dem Kamm zwischen Dolina (San Dor-ligo della Valle) auf der italienischen und Osp auf der slowenischen Seite. Die Lage des Dorfes und der Burg am Rande der Karstwand ist einzigartig, weil sich von hier aus ein wunderschöner Ausblick auf die Flysch-Hügellandschaft des slowenischen Istriens, die Küstenstädte und die gesamte Bucht von Triest eröffnet. In der unmittelbaren Nähe des Dorfes und der Burg befinden sich reiche archäologische Fundstätten aus der urgeschichtlichen und römischen Periode sowie zahlreiche Höhlen und Schluchten, unter denen vor allem die Sveta (Socerbska) jama und die Socerbska jama za Vrhom (Jama pod Vrhom) zu nennen sind. Das Dorf setzt sich aus einer Reihe von Höfen zusammen, die nach ihrer Form zu urteilen eher einem karster Ambiente entsprechen. Das wichtigste Rohmaterial bei der Gestaltung der Höfe waren Steine, auch die Tradition, die wirtschaftliche Macht und das allgemeine kulturelle Niveau sollten erwähnt werden. Trotz des abgerundeten urbanen Erscheinungsbildes war jedes Haus eine Einheit für sich. Der zentrale Raum war der geschlossene Hof – dort haben Einwohner, geschützt vor dem Borawind, das ganze Jahr über ihre Hausarbeiten erledigt. Ein schönes Beispiel eines geschlossenen Hofes ist auch heute noch der Vončonova-Hof. Die alten Häuser, die meist nach der deutschen Oktoberoffensive 1943 renoviert wurden, vereinen alle Eigenschaften der typischen Bauernhöfe von Bržanija. Außerhalb des Dorfzentrums lagen am Weg zur Burg nur zwei Häuser. Die zentralen Stellen sind die Gebäude bei der Kirche des Hl. Servulus und bei der öffentlichen Tränke, die in modernen Zeiten renoviert wurden. Die Gründung des Dorfes reicht zurück ins 13. Jahrhundert, als das Gebiet von Socerb, das seit dem 10. Jahrhundert Teil der Bischofsgrafschaft von Triest war, unter die Obhut der Kommune von Triest kam. Vom 15.-18. Jahrhundert war die Burg und das ganze Gebiet ein Feudalbesitz mit landesfürstlichen Rechten, einem Landesgericht und zwei Mautstellen, die gute Einnahmen garantierten. Der wirtschaftliche Schwerpunkt des Dorfes verlagerte sich Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts von Landbau zum Weinbau, und auch zum Gartenbau. Seit dem 16. Jahrhundert brachten den Einwohnern die Rinderhaltung und Schafszucht die meisten Einnahmen ein, welche aber später zu schrumpfen begannen. Im 19. Jahrhundert war das Dorf, welches sich nach der Abschaffung des Feudalsystems selbst verwaltete, direkt an Triest als Industrie- und Handelszentrum des österreichischen Küstenlandes gebunden. Die Nähe zu Triest hat auch die Entwicklung von nicht-landwirtschaftlichen Tätigkeiten gefördert. Bäckereien und Wirtshäuser florierten, man konnte gutes Geld mit dem Weinbau und der Viehzucht sowie der damit verbundenen Milchproduktion verdienen. Das Dorf selbst war in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg Teil der Hauptmannschaft und des Gerichtsbezirks von Koper, ansonsten war es aber eines der 14 Dörfer aus der Gemeinde Dolina und hatte 1910 136 Einwohner. Mit dem Dorf Kastelec in der Nähe bildete Socerb die Katastergemeinde Socerb, die 730 Hektar groß war. Die Kirche von Socerb war eine Filialkirche der Pfarre von Dolina. Der Dorffriedhof wurde 1904 aus der alten Kirche zu dem neuen Standpunkt zwischen Socerb und Kastelec gebracht. Die Filialkirche des Hl. Servulus wurde 1867 erbaut, teilweise auch aus dem Material der älteren Kirche, die in der unmittelbaren Nähe der Burg stand. So wurde über die Kirchtür die Jahreszahl 1648 eingemeißelt, das Jahr in dem die ältere Kirche gebaut wurde, die aber wegen des starken Borawinds und der schlechten Wetterverhältnisse langsam zu verfallen begann, bis man sie schließlich abriss. Den Hauptaltar schmückt ein Bild mit drei Heiligen aus dem 19. Jahrhundert, auf den beiden Seitenaltären ist das Abbild eines Jesuiten und Heiligen, ebenso aus dem 19. Jahrhundert, und Maria auf Wolken mit zwei Aposteln aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Bei der Kirche steht ein rechteckiger Glockenturm (12 m), der mit einem Vier-Kappen-Dach mit Mönchen und Nonnen bedeckt ist.

 


GPS Northing (N) : 45,59 
GPS Easting (E) : 13,8609 
Fotografien
Administrator : Turistično informacijski center Koper | ++386 5 664 64 03 | | last modified: 09.02.2012

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