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Osp

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Tourist-Info-Center:TIC Koper
Titov trg 3, 6000 Koper
+386 (0)5 664 64 03
31 m
Seehöhe
auf dem Land
Ein Haufendorf in den Hängen des Osp - Tals mit den Weilern Pod Steno, Katinara und Mlinarji, wo einst eine Mühle am Osp - Fluss stand.

Ein steiler Karsthang, genannt Stena oder Griža, der das Dorf umschließt, bildet zusammen mit dem Osp-Tal die charakteristische Landschaft Bržanija, die im Nordwesten bei Dolina im Triester Hinterland beginnt und sich von Socerb bis Črni Kal und von Bezovica bis Podpeč erstreckt. Zu den Natursehenswürdigkeiten zählt die Höhle von Osp, in einem steilen Karsthang gelegen und Grad (dt. Burg) genannt, weil man dort auch heute noch die Ruinen einer mittelalterlichen Festung sehen kann. Die Höhle ist eine wichtige archäologische Fundstätte mit zahlreichen prähistorischen, antiken und frühmittelalterlichen Fundstücken. Die überhängende Wand und die Höhle boten den Einheimischen zur Zeit der Einfälle der Türken und während der venezianisch-österreichischen Kriege Sicherheit und Schutz. Die ersten Eintragungen über archäologische Fundstücke in Osp datieren in die achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts zurück, als die Aufmerksamkeit der Archäologen und Antiquitätensammler, neben der Höhle von Osp mit ihrer mittelalterlichen Schutzwand, vor allem auf zahlreiche römische Fundstücke gezogen wurde, die bei Feldarbeiten auf den Grasländern Grubeljce und Na vardi zum Vorschein kamen. Meldungen über diese ersten Fundstücke waren sehr rar, und nur selten fanden sie den Weg ins Museum, die meisten gingen verloren. 1880 sah sich der Triester Naturwissenschaftler und Archäologe Carlo Marchesetti die Fundstätte bei Osp an, zu den ersten Ausgrabungen kam es erst im Jahre 1897. Diese wurden von Karel Moser geleitet, und die Fundstücke fanden ihren Weg in die Sammlung des Triester Museums. Nach den ersten Forschungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts gerieten die Fundstätten bei Osp nach und nach in Vergessenheit, erst in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden sie durch speläologische und hydrologische Forschungen in der Höhle von Osp wiederbelebt. Die Höhle wurde mehrmals von einer Gruppe von Höhlenforschern und Amateurarchäologen erforscht, die in der großen Eingangshalle mehrere prähistorische, römische und mittelalterliche Fundstücke ausgruben, die heute in Triest zu sehen sind. Aufgrund des chronischen Mangels an anderen systematischen archäologischen Forschungen ist der heutige Kenntnisstand über die Besiedlung der Höhle von Osp vor allem mit diesen Fundstücken verbunden. Osp zählt zu den ältesten Dörfern Sloweniens. Seine histo-rische Entwicklung datiert in die späte Antike bzw. das Frühmittelalter zurück, als die Umgebung des Dorfes (Hospum, Villa Hospe, Ospo) unter der Herrschaft der Triester Diözese stand. Zusammen mit anderen Dörfern kam Osp im Jahre 1067 unter die Herrschaft der Freisinger Bischöfe; im Jahre 1254 kam es und weitere Dörfer des Karstrandes unter die Obhut der Kommune von Koper und war dort bis ins Ende des 18. Jahrhunderts ein wichtiger venezianischer Grenzposten. Die Nähe der venezia-nisch-österreichischen Grenze, die Einfälle der Türken, die sich vor allem gegen Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts verstärkten, und die venezia-nisch-österreichischen Kriege im 16. Jahrhundert diktierten die Verstärkung der Ver-teidigungsposten und der natürlichen Zufluchtsorte, wozu man auch die Höhle von Osp zählen kann. Schriften von Podestàs und Kapitänen aus Koper aus dieser Periode sprechen von häufigen Grenzvorfällen und von Bemühungen zur Wartung dieser Festungen und zur Erhöhung des Rüstungspotentials. Eine schnellere wirtschaftliche und kulturell-humanistische Entwicklung des Dorfes war mit großen politischen und verwaltungstechnischen Reformen im 19. Jahrhundert verbunden, vor allem mit der erfolgreichen und dynamischen Entwicklung Triests. Im Jahre 1819 wurde in Istrien die erste slowenische Grundschule eröffnet, 1897 der erste Sing- und Leseverein »Domovina« (Heimat) sowie ein Kredit- und Konsumverein (1900). Für eine allseitige wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung war in großem Maße der langjährige Pfarrer, Landesabgeordnete und Dekan von Osp, Josip Kompare (1858-1925), verantwortlich. Im Zeitraum zwischen den beiden Weltkriegen und während der nationalen Befreiungsbewegung war Osp neben dem benachbarten Gabrovica ein Schauplatz wichtiger Ereignisse, die auf den weiteren Verlauf des Befreiungskampfes im slowenischen Teil Istriens einwirkten. In den Nachkriegsjahren begann der einstige Stellenwert und die wirtschaftliche Triebkraft des Dorfes stark abzunehmen – vor allem aufgrund der Abtrennung von Triest und der Abwanderung der Dorfbewohner. Das heutige Dorfbild, vor allem der obere Teil unter der Steilwand, wo das traditionelle Bauerbe mit hochwertigen Bauelementen aus der Vergangenheit zu bewundern ist (der Pust-Bauernhof, die alte Ölmühle mit dem Torkel), die Aktivitäten des Kultur- und Kunstvereins »Domovina«, der die Traditionen des gemeinschaftlichen Lebens am Ende des 19. Jahrhunderts erhalten hat, sowie die Wiederbelebung alter Bräuche zieht viele Besucher von nah und fern an. Seit Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts sind auch die Naturkletterwände von Osp ein interessanter Anziehungspunkt, der zahlreiche Besucher aus der Heimat und benachbarten Ländern anlockt – natürlich dürfen wir auch die submediterrane Ornithofauna nicht vergessen. Aufgrund besonderer mikroklimatischer Eigenschaften, d. h. des charakteristischen südlichen Steinuntergrunds und der Meeresnähe, ist Osp zudem der einzige Standort mit Mittelmeerklima in Slowenien. Die Wandungen über dem Dorf sind eine Besonderheit, die unter anderem durch die im April blühende Tommasini Nabelmiere geprägt ist.

 


GPS Northing (N) : 45,5722 
GPS Easting (E) : 13,8579 
Fotografien
Administrator : Turistično informacijski center Koper | ++386 5 664 64 03 | | last modified: 09.02.2012
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