
Jože Plečnik entwarf die sehr eigene St.-Franziskus-Kirche auf Grundlage seiner Pläne für die 1922 erbaute Herz-Jesu-Kirche in Prag. Die Franziskuskirche wurde 1925-27 erbaut. Ihr mit einem flach ansteigenden Dach versehener Kern wird durch einen 1931 angebauten Glockenturm ergänzt. Das Erscheinungsbild des Kirchturms ist sehr charakteristisch. Besonders typisch sind die hoch oben stehenden zwei Etagen mit Säulenreihen, über denen sich das Turmdach erhebt.
Der Haupteingang wird durch eine monumentale Säulengang mit offenem Tympanon betont. Das Kircheninnere ist außergewöhnlich. Der zentrale Raum ist durch eine Reihe von monumentalen Ziegelsäulen umrahmt, hinter denen sich reichlich Platz für einen Rundgang befindet. Der große Altar steht weit von der Außenwand ab neben der Säulenreihe. Rechts und links wird er durch ebenfalls an die Säulenreihe gesetzte Seitenaltäre ergänzt.
Später, als die Kirche bereits ihrem Zweck diente, fügte Plečnik von Zeit zu Zeit weitere Elemente hinzu. So stattete er die Kirche mit Leuchtern aus, in der Nachkriegszeit richtete er mit Hilfe seiner Schüler die Kapelle der Schmerzensmutter, die Taufkapelle und die Sakristei ein.