Geschichte des Weinbaus

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Auf dem Gebiet des heutigen Sloweniens waren es die Kelten, die um das Jahr 400 vor unserer Zeitrechnung mit der Weinherstellung begannen. Der Wein wurde schon damals wahrscheinlich in mit Eisenbändern umwickelten Eichenfässern gelagert. Die keltischen Verfahren zur Weinherstellung wurden bald nach Ansiedlung der Römer auf diesem Gebiet im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung nicht mehr angewandt. Die Römer erweiterten die Weinherstellung und hatten eigene Methoden der Weinlagerung, bei denen die Weine in getrennten Fässern reiften. In mehreren slowenischen Museen werden archäologische Funde aufbewahrt, die vom Weinbau der Römer zeugen. Die heidnischen slawischen Stämme, die ab dem 6. Jahrhundert auf diesem Gebiet ansiedelten, waren sich der Bedeutung des Weines nicht bewusst. Die Weinherstellung ging damals zurück und gewann erst mit der Christianisierung der Bevölkerung ab dem 9. Jahrhundert allmählich wieder an Geltung.

Von Messweinen zum katastrophalen Rebläusebefall


Im Mittelalter befand sich die Mehrheit aller Weinberge im Besitz der katholischen Kirche. Weinbaukenntnisse besaßen somit vor allem Geistliche und Mönche, die auch heutzutage noch in einigen Klöstern Wein in kleineren Mengen herstellen. Zu den bekanntesten derart hergestellten Weinen gehören die Messweine. Im 13. Jahrhundert legten die Obrigkeiten die ersten Rechte und Pflichten von Weinbauern fest und im 18. Jahrhundert wurden die ersten Handbücher zur Arbeit in den Weinbergen und Weinkellern herausgegeben. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in den Städten Maribor, Vipava und Novo Mesto die ersten Landwirtschaftsschulen gegründet, an denen ein wichtiger Teil der Ausbildung dem Weinbau gewidmet war. Die Entwicklung des Weinbaus wurde ziemlich stark von dem Befall der Pflanzen durch Rebläuse im Jahr 1880 gehemmt, als Weinberge in ganz Europa in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Hälfte der Weinberge auf dem slowenischen Gebiet wurde zerstört.

Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg


In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg nahm zusammen mit der Beliebtheit des Weins bei den Menschen auch seine Herstellung ein wenig zu. Die Gesetzgebung und die Richtlinien über den Schutz von slowenischen Weinen zu Beginn der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts leiteten die Weinbauern zur Herstellung von immer hochwertigeren Weinen ein. Außerordentlich günstige klimatische Bedingungen, die Hingabe und die harte Arbeit der Winzer haben dazu beigetragen, dass die slowenischen Weine schon vor einigen Jahren in die Riege der weltbesten Spitzenweine aufgenommen wurden, zu der sie noch heute gehören. Das Besondere am Weinbau in Slowenien ist, dass hier die Weinherstellung oft von Familienunternehmen betrieben wird, die natürlich relativ kleine Weinmengen produzieren. Dadurch gewinnen ihre vorzüglichen Weine in der Regel an Geltung und manchmal sogar an Prestige.
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Slowenien

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