
In den slowenischen Flüssen und Seen sind 93 Fischarten heimisch, von denen 33 Arten geschützt sind. Für die Sportfischerei sind
25 Arten von Interesse. Sie können autochthone Fische des Adria-Einzugsgebiets fangen, von denen die
Soča-Forelle, die größte europäische Forellenart, eine besondere Stellung einnimmt. Weiterhin können noch
Bachforelle, Äsche, Huchen, Nase oder Wels gefangen werden. Lernen Sie die interessantesten slowenischen Fischarten etwas näher kennen.
Die meisten slowenischen Flüsse gehören zum
Einzugsgebiet der Donau beziehungsweise des Schwarzen Meers; ein Viertel der Flüsse fällt in das
Adria-Einzugsgebiet. In einem Drittel der slowenischen Flüsse sind Salmonidenarten vorherrschend, anderswo sind mehr
gemischte Arten und Cyprinidenarten vertreten.
Fische des Adria-Einzugsgebiets

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Soča-Forelle (auch Adria-Forelle oder Marmorata-Forelle genannt): der slowenische nationale Anglerstolz, die aber immer noch zu den gefährdeten Arten gehört. Vor fast dreißig Jahren war sie im Fluss Soča kurz vor dem Aussterben, aber im Jahr 1982 begann zu ihrer
Rettung eine gemeinsame
Aktion aller slowenischen Angler. Der Erfolg dieser Aktion ist, dass nun im Oberlauf des Flusses erneut eine reinrassige Population der Soča-Forelle zu Hause ist. Ein ähnlicher Prozess verläuft auch im Mittellauf des Flusses, wo die Population der Soča-Forelle von Jahr zu Jahr ansteigt. So beträgt heute im Oberlauf die Durchschnittsgröße der Soča-Forelle 35 Zentimeter und 40 Zentimeter im Mittellauf der Soča. Jedes Jahr werden von Anglern einige Soča-Forellen mit einem Gewicht zwischen
fünf und fünfzehn Kilogramm gefangen. Das größte bisher registrierte Exemplar stammt aus dem Jahr 1997, war 121 Zentimeter lang und wog 25 Kilogramm. Die Soča-Forelle ist auch in anderen Flüssen des Adria-Einzugsgebiets wie der
Idrijca, Bača, Vipava, Reka und Rižana beheimatet, wo aber ihre Population wesentlich kleiner ist.
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Forellen-Kreuzlinge (Soča-und Bachforelle): Häufig sind sie in den Flüssen
Idrijca, Bača, Vipava, Reka und Rižania anzutreffen. Man findet sie überall, wo die beiden Arten zusammen leben und es zur natürlichen Kreuzung zwischen ihnen kommt. Die Kreuzlinge weisen Merkmale beider Forellenarten auf, typisch ist das mehr oder weniger intensiv marmorierte Muster auf Rücken und Kopf sowie rote Punkte an den Seiten, die wie bei der Bachforelle weiß gesäumt sind. Kreuzlinge erreichen Rekordgrößen, sogar
über 10 Kilogramm. -
Soča-Äsche beziehungsweise Adria-Äsche: noch vor vierzig Jahren war der Bestand in der
Soča, Idrijca sowie der Vipava relativ stark und erneuerte sich von selbst, jedoch ist er infolge von baulichen Eingriffen und Änderungen der Umwelt stark zurückgegangen. Von der im Donau-Einzugsgebiet lebenden Äsche unterscheidet sich die Soča-Äsche in der Farbe und Verhaltensweise. Typisch sind der
blaugraue Rücken und ein gelber oder weißer Bauch. Die Paarflossen sind gelb, die Schwanzflosse grau mit gelblichem Touch in der unteren Hälfte. Im Gegensatz zur Sava-Äsche ist die Soča-Äsche kein starker Kämpfer. Anstatt zu ziehen taucht sie mit der Schnur tief. Nur in Ausnahmefällen springt sie hoch in die Luft, was ansonsten die meistgeschätzte Tugend der Äsche ist. Die übliche Größe liegt zwischen 30 und 45 Zentimetern, es werden aber auch Größen von
über 50 Zentimetern erreicht.
Fische des Donau-Einzugsgebiets

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Äsche: eine der attraktivsten Fischarten für europäische Fliegenfischer. Das Interesse an ihr wächst noch, denn in den meisten europäischen Gewässern ist ihr Bestand sehr zurückgegangen, da sie von Kormoranen gejagt werden. In den slowenischen Äscherevieren ist diese Art gut vertreten. Als idealer Fisch für das
Angeln mit der künstlichen Fliege kann sie das ganze Jahr über erfolgreich gefangen werden. In den besten Gewässern beträgt die Durchschnittsgröße ungefähr 40 Zentimeter; es gibt aber auch immer mehr Berichte über gefangene Äschen, die 50 Zentimeter oder größer sind. Die Äsche ist ein starker Kämpfer. Ihre Fluchten, insbesondere die Luftsprünge, begeistern die Liebhaber des Fliegenfischens.
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Bachforelle: diese auf der ganzen Welt bekannte Fischart ist auf allen Kontinenten vertreten. In ganz Slowenien, mit der Ausnahme von Nordostslowenien, kommt sie häufig in den Ober- und Mittelläufen von Flüssen und Bächen vor. Die Durchschnittsgröße beträgt 30 Zentimeter. Insbesondere in Karstgewässern sind größere Exemplare keine Seltenheit. In vielen Gewässern teilt sie sich den Lebensraum mit der
Regenbogenforelle und vereinzelt noch mit dem
Bachsaibling.
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Huchen: in der Hierarchie der slowenischen Salmonidenarten nimmt er ohne Zweifel den ersten Platz ein. Mit einem bemerkenswerten Gewicht von 27 Kilogramm - soviel wog der 2005 gefangene und bis jetzt schwerste Huchen - ist er ein starkes Wunschobjekt der Huchenangler. Der Huchenbestand in slowenischen Gewässern ist in gutem Zustand. In vielen Flüssen, so zum Beispiel in der
Sava Bohinjka, der Sava in der Gegend von Ljubljana und der Krka ist der Bestand sogar in sehr gutem Zustand.
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Nase: die Hauptfischart der
Weißfischangler. Ein Schwarmfisch, der die Mittelläufe der slowenischen Gewässer besiedelt. Das Angeln mit der Pose, mit der er hauptsächlich gefischt wird, bringt im Durchschnitt Fische zwischen einem halben und einem Kilogramm Gewicht, wobei Fischer auch bis zu
zwei Kilogramm schwere Exemplare fangen.
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Frauennerfling: ein Begleitart der Nase. In einigen Gewässern, besonders Karstgewässern, ist er vorherrschend. Er ist ebenfalls ein Schwarmfisch, der
mehrere Kilogramm schwer werden kann. Die Weißfischangler schätzen ihn insbesondere wegen der Selektivität beim Angeln.
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Barbe: eine sehr kämpferische Fischart. Die beste Angelzeit sind die Sommermonate. Die Liebhaber schätzen sie wegen ihrem Kampfgeist und Größe, wird sie doch bis zu
80 Zentimeter groß und erreicht ein Gewicht von
fünf oder mehr Kilogramm.
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Döbel: ein Bewohner von Bergbächen, er ist aber auch in verschlammten Mäandern der Unterläufe anzutreffen. Im Schwarm und als Einzelfisch ist er überall zu finden. Als idealer Angelfisch kann er auf verschiedene Weisen, mit unterschiedlichen Ködern und zu allen Jahreszeiten gefischt werden. In Slowenien erreicht er die beachtenswerte Größe von
zwei bis drei Kilogramm.
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Regenbogenforelle: dieser immer aktive Fisch kann einem des öfteren den Tag verschönern, wenn sich andere Salmoniden nicht für unsere Fliegen interessieren. Die Regenbogenforelle geht gerne auf Fliegen und ist auch ein guter Kämpfer. Sie kann bis zu imposanten
80 Zentimetern groß werden und
sechs, sieben oder sogar noch mehr Kilogramm auf die Waage bringen.
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Bachsaibling: diese kanadische Forelle wurde gleichzeitig mit der Regenbogenforelle nach Europa gebracht. Unberechtigterweise steht er im Schatten der Regenbogenforelle, denn er ist genau so aktiv und am Haken ist er auch ein guter Kämpfer. Es ist aber wahr, das er nicht die Größe seiner südlichen Verwandten erreicht.
In Seen vorkommende Fischarten

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Karpfen: er besiedelt zahlreiche
natürliche und künstliche Seen, Altarme, Stauseen, Fischteiche, aber auch die Mittel- und Unterläufe der meisten slowenischen Flüsse. Er ist ein beliebter Sportfisch und nach der Größe der gefangenen Exemplare nimmt er unter den
Cypriniden den Spitzenplatz ein. Sein Durchschnittsgewicht liegt zwischen zwei und drei Kilogramm. Häufig werden kapitale Exemplare mit
mehr als zehn Kilogramm gefangen. Es gibt auch immer mehr Gewässer, die für den Fang von Trophäenkarpfen bestimmt sind, da die Angler in der Regel alle gefangenen Fische wieder ins Wasser zurücksetzen.
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Brachsen: ein Fisch, der immer mehr an Geltung gewinnt. Es gibt immer mehr Angler, die zum Vergnügen angeln und Spaß haben an den zahlreichen Bissen dieser Fische, unter denen auch Exemplare mit einem oder
zwei Kilogramm vorkommen.
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Schleie: Unter den Weißfischanglern eine sehr geschätzte Art. Bei günstigen Verhältnissen, zum Beispiel im See von Cerknica, erreicht sie ein Gewicht von zwei bis
drei Kilogramm.
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Hecht: ein attraktiver Fisch für die Liebhaber des Blinkerangelns. Er lebt auch in fließenden Gewässern beider Flusseinzugsgebiete. Er kann ein Gewicht von mehr als
zehn Kilogramm erreichen.
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Zander: er kommt ausschließlich in Seen vor und kann ein Gewicht von bis zu
10 Kilogramm erreichen.
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Wels: die schwerste slowenische Fischart. Einzelne Exemplare können mehr als
50 Kilogramm auf die Waage bringen.