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Črni Kal

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Tourist-Info-Center:TIC Koper
Titov trg 3, 6000 Koper
++386 5 664 64 03
230 m
Seehöhe
auf dem Land
Eine Siedlung auf der Sonnenseite am Rand des Karstplateaus an der Regionalstraße Koper - Ljubljana.

Rund um Črni Kal findet man Schichten des paläolithischen Flyschs und Kalksteins, die an mehreren Stellen abgründige Wände bilden. In einer solchen Wand, nördlich des Dorfes, befindet sich ein Steinbruch. Flysch-Gebiete bieten gute Bedingungen für den Obst- und Weinanbau. Das Zentrum des Dorfes liegt auf Flyschboden, mit den Weilern Barkole, Brandolini und Katarina (Spodnji Črni Kal). In der Umgebung sind wichtige archäologische Fundstätten und kulturelle Überreste aus der paläolithischen Periode zu finden. In dem Steinbruch befindet sich ein paläolithischer Höhlen-Fundort, der 1955 von Srečko Brodar entdeckt und ausgegraben wurde (eine Steinspitze aus der Epoche des Moustérien bzw. Mittelpaläolithikums und eine Feuerstelle samt Kohle). Das geschlossen bebaute Dorf (istrianischer Karsttyp) entstand an einer wichtigen Handelsstraße, die aus dem Rižana-Tal ins Landesinnere führte, vor allem nach Kranjsko (Krain). Der Ort war bekannt für seine Weintrauben, worüber schon Janez Vajkard Valvasor in seinem Buch »Slava vojvodine Kranjske« (Die Ehre des Herzogtums Krain) geschrieben hatte. Über dem Dorf, auf einem steilen Felsen, der vom Karstrand abgetrennt ist, befinden sich die Überreste des einstigen Verteidigungsturms, der im 11. Jahrhundert von dem istrianischen Grenzgrafen Ulrich I. von Weimar für die Verteidigung seines istriani-schen Besitzes und der Verkehrsstraße zwischen dem Rižana-Tal und dem Karstplateau errichtet wurde. In den ersten Jahren befand er sich im Besitz der Triester Bischöfe, und mit der venezianischen Befreiung Istriens gelangte dieser wichtige Wachposten im Jahre 1370 unter deren Obhut. Die Festung in Črni Kal, die die »kaiserliche Straße» aus dem Rižana-Tal über Trpce, durch Soligrad und Prešnica bis Klanec und von dort nach Kranjsko überwachte, gelangte nach dem venezia-nisch-österreichischen Krieg in den Jahren 1508-1516 in die Hände der Landherren von Socerb und war somit bis ins Jahr 1521 Teil von Kranjsko. 1615, zur Zeit des blutigen Uskoken-Krieges, wurde die Festung von Črni Kal verwüstet, und bis heute sind von ihr nur noch Ruinen erhalten geblieben. In dem Dorf dominieren mehrstöckige Mauerhäuser, meist aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die auf eine reiche Steinbruchtradition hinweisen. Zu den ältesten Bauernhäusern in Slowenien zählt auch das berühmte »Benko-Haus« (Benkova hiša), das im Jahre 1489 von Andrej und Benko aus Sočerga erbaut wurde; einer Inschrift zufolge erbauten sie ebenfalls das benachbarte Haus. Das »Benko-Haus« kann hinsichtlich der Erbauungsepoche zur Renaissance gezählt werden, die schroffen, rustikalen Details wirken jedoch oftmals sehr romanisch. Ein mächtiges Portal an der südlichen Fassade ist mit einem halbkreisförmigen Tragebalken aus einem einzigen Stein abgeschlossen, und das kleine Fenster im Obergeschoss wirkt fast schon wie bei einer Festung. Der Baustil, bei dem rechteckig gemeißelte Quader verwendet wurden, ist in die spätgotische Epoche einzuordnen. In den Tragebalken des Portals ist das Erbauungsjahr eingemeißelt, mit der Unterschrift beider Meister: »ANDREAS ET BENCO CONSTRUXERUNT«. Der berühmte Maurer und Steinhauer Benko aus Sočerga ist ebenfalls berühmt für seine Werke in Predloka und Buzet. Das »Benko-Haus» war zu Beginn einstöckig, im 19. Jahrhundert wurde ein Obergeschoss hinzugefügt. In der Laibung ist deutlich die Spur des einstigen Giebels zu erkennen, der auf eine steile Neigung des Daches hinweist, das einst mit Steinplatten (Schieferplatten) gedeckt war. In die Wand des neueren Wohnhauses, das sich an das »Benko-Haus« von Osten her stützt, sind zwei Steinplatten mit glagolitischen Inschriften eingebaut. Wahrscheinlich waren sie einst Teil des Portals eines älteren Hauses, das an dieser Stelle mit dem »Benko-Haus« eine Einheit bildete. Den Inschriften kann man die Entstehungszeit entnehmen, und zwar die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts, sowie die Namen Andrejašič und Bažec, die sich auf den Meister oder den Hausherren beziehen könnten. Das Dorf wurde in der Zeit der deutschen Offensive im Oktober 1943 komplett niedergebrannt. Unter dem Dorf an der Regionalstraße Koper-Ljubljana steht ein Denkmal zu Ehren der in der Befreiungsbewegung Gefallenen, vor der Kreuzung nach Osp kann man an der Straße eine Steinskulptur bewundern, die drei Schiffsbüge darstellt, in Erinnerung an die Überseebrigade. Trotz der Verwüstung, die in der Zeit der nationalen Befreiungsbewegung verursacht wurde, und kleineren Baueingriffen ist der Großteil des Dorfes in traditonell istrianischem Stil gebaut, welcher sich über die Jahre ausgebildet hat und heute ein wichtiger Zeuge des ehemaligen Lebens auf dem Lande ist.

 


GPS Northing (N) : 45,5511 
GPS Easting (E) : 13,8784 
Fotografien
Administrator : Turistično informacijski center Koper | ++386 5 664 64 03 | | last modified: 09.02.2012

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