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Borl, Schloss Borl

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Dolane, 2282 Cirkulane
www.halo.si
Die 1199 erstmals erwähnte Schloss Borl steht auf einem steilen Felsen an der Drau, an der Stelle, wo einst eine Fähre fuhr. Die Mythen verbinden die Burg sogar mit der Suche nach dem heiligen Gral und mit Parzifal. Zu den vielen Besitzern gehörten auch die Herren von Ptuj, nach ihnen die Herberstein, Thurn, Sauer und andere. Die Burg diente im II. Weltkrieg als Sammellager für slowenische Vertriebene, nach Kriegsende beherbergte sie ein Hotel, das später aufgelassen und leer geräumt wurde. In den letzten Jahren übernahm der Staat die Betreuung der Schloss und ließ sie baulich sanieren.

Der Schloss ist ein mehrschichtiger Bau mit wiedererkennbarer Entwicklung. Der Kern mit frühgotischem Bergfried und Wohntrakt stammt aus dem 13. Jh. Die Außenwände sind außerordentlich dick. Der ursprüngliche Innenhof, die Wehranlagen, Wohntrakte und Arkadengänge wurden im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut, am umfangreichsten in der 1. Hälfte des 17. Jh. Um 1674 wurde der Trakt am Außenhof angebaut (umgebaut nach dem Brand in 1706), wo die Kapelle der hl. Dreifaltigkeit eingerichtet wurde. Zur Dekoration wurde ein Uhrenturm erbaut. Das Portal am Haupttrakt ist hochwertige Meißelkunst. Im Hof befindet sich eine übergroße Zisterne, eine zweite befindet sich am Rand eines kleineren Hofes.

Dekoration und Möblierung in den Innenräumen ist teilweise erhalten geblieben. Zu den repräsentativen Räumen zählt der Rittersaal. Im angrenzenden Raum ist ein Deckengemälde sehenswert. Die barocken Statuen des Herkules und Florian, die vor dem Portal standen, wurden im Vorraum aufgestellt. Die Gemälde in der Kapelle wurden 1993 gestohlen.

Unter dem Schloss befinden sich lediglich Überreste des einstigen Gartens, der wegen Platzmangel am Fuß des Felsvorsprungs angelegt wurde. Das Grün rund um einen zentralen Pavillon wurde geometrisch in quadratische Felder gegliedert, von denen die inneren ornamentiert waren und die äußeren vermutlich dem Obst- und Kräuteranbau dienten. Der Garten war ummauert und durch vier verzierte Portale betretbar. Garten und Burg waren durch eine Allee verbunden, heute stehen nur mehr einzelne Bäume. Die barocke Komposition ist nicht mehr erkennbar. Aufgrund von erhaltenen grafischen Unterlagen und Analogien wäre jedoch eine Rekonstruktion möglich.

Die Burg dient gelegentlich, vor allem im Sommer, als Bühne für verschiedene Kulturveranstaltungen. Leider ist sie noch nicht für Besucher geöffnet.

 
Eintrit mit führende Besuchung ist 1 EUR / Person. Vorläufige Voranzeige ist Notwendig. 


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