
Die Region, die nach dem Unterlauf des längsten slowenischen Flusses
Sava benannt wurde, kennzeichnen weiträumige, fruchtbare Ebenen, wogende Weinberge, ausgedehnte Wälder und mehrere Orte mit bedeutenden Kulturdenkmälern. Ihren Stempel hinterließen in dieser südöstlichen Ecke Sloweniens noch zwei weitere bedeutende Flüsse:
Krka und
Sotla.
Krka erschuf mit ihren gemächlichen Windungen auf der Ebene unter dem Gebirge
Gorjanci eine der größten Natursehenswürdigkeiten der Region: eine Insel, auf der eine der ältesten slowenischen Städte entstanden ist,
Kostanjevica na Krki. Aufgrund der häufigen Überschwemmungen in der Vergangenheit zog sich die Stadt den Namen "Venedig von Dolenjska" zu, denn die Menschen konnten sich nur mit Booten durch die Stadt bewegen. Heute gilt die Stadt als Kulturzentrum, das sich mit der
Galerie von Božidar Jakac in der
Burg Kostanjeviški grad und der ersten slowenischen Bildhauerausstellung im Freien
Forma viva rühmt. In der Nähe kann man eine der größten Karsthöhlen in diesem Teil Sloweniens besichtigen - die
Kostanjeviška jama. Das Wirtschafts-, Verwaltungs- und Kulturzentrum der Region Spodnjeposavska entwickelte sich in
Brežice, in der Nähe des Zusammenflusses von Krka und Sava. In der dortigen
Burg Brežice befinden sich die Räumlichkeiten des Museums
Posavski muzej Brežice, das insbesondere durch den Rittersaal berühmt ist, in dem zahlreiche Kulturveranstaltungen, unter anderem das Festival der alten Musik, das
Festival Brežice, veranstaltet werden. Nur einige Kilometer außerhalb der Stadt können Sie die
Therme Čatež besuchen, eines der besten und modernsten Naturheilbäder in Slowenien. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Burg
Mokrice, um die ein
Golfplatz eingerichtet wurde.
Naturliebhabern empfehlen wir, sich auch den
Urwald von Krakovo anzusehen, der zum Naturdenkmal ernannt wurde, in der Moorebene
Jovsi spazieren zu gehen, wo zahlreiche Vogelarten nisten und sich im Schatten der dicksten slowenischen Sommer-Eiche im Dorf
Cundrovec auszuruhen. Naturschönheiten bietet auch die Gegend um die Sotla, dem Fluss der die natürliche Grenze zum benachbarten Kroatien bildet. Bis hin nach
Bistrica ob Sotli erstreckt sich der
Park Kozjansko, einer der drei slowenischen Regionalparks, der zum Schutzgebiet der Natura 2000 gehören.
Eine ganz besondere geschichtliche und sakrale Bedeutung haben die
Svete gore (Heiligen Berge) bei Bistrica ob Sotli, die eines der ältesten Wahlfahrtszentren in Slowenien mit einer Marienkirche sind. Das Gebiet des Sveta gora war schon in der Zeit des römischen Kaiserreichs besiedelt. Überreste aus dieser Zeit können Sie sich in der Nähe von Drnovo ansehen, wo die Römer die Stadt
Neviodunum erbauten, die ein wichtiger Warenumschlagshafen war. Von einer noch früheren Besiedlung dieser Gegend zeugen die archäologischen Funde in der Höhle
Ajdovska jama beim Dorf Nemška vas, wo Zeugnisse über die Kultur der Menschen aus der Jungsteinzeit gesammelt wurden.
Ihren Besuch der Region Spodnjeposavska dürfen Sie nicht beenden, ohne noch zwei wichtige Städte am Fluss Sava besucht zu haben:
Krško und
Sevnica. Krško ist heute eine bedeutende Industriestadt. In der Vergangenheit lebten dort zahlreiche bekannte Slowenen, wie zum Beispiel der Autor des ersten slowenischen Buchs, Primož Trubar, und der berühmte Geschichtsschreiber Janez Vajkard Valvasor. In Sevnica ist die
Burg Sevnica einen Besuch wert. Dort gastieren mehrere ständige und temporäre Museumssammlungen.
Ihre Aufmerksamkeit verdient auch der Ort
Brestanica, wo in der dortigen Burg
Rajhenburg eine Weingalerie aus dem Weingebiet Posavje zu besichtigen ist. Weine und kulinarische Köstlichkeiten probieren Sie am besten auf einer der regionalen
Weinstraßen. Auf diese Wege können Sie sich auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß begeben, denn dort sind zahlreiche
Rad- und
Wanderwege eingerichtet.