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Komen, Karst

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Tourist-Info-Center:TIC ŠTANJEL
Štanjel 42b
05 769 00 56
640
Einwohner
285 m
Seehöhe
auf dem Land
Heilklima

Komen liegt zusammen mit dem kleinen Dorf Divči und dem Weiler Jablanec im Herzen des Komener Karstes und stellt auch das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum dieses Gebiets dar. Das Dorf Divči liegt 300m östlich von Komen und der Weiler Jablanec 1 km nördlich des Hauptortes. Komen ist von Štanjel 8 km entfernt.

Nach den bis jetzt bekannten historischen Quellen wird die Pfarrgemeinde Komen und damit der Ort Komen zum ersten Mal im Jahr 1247 erwähnt. Als ein bedeutendes Verwaltungs-, Wirtschafts-, Kultur- und politisches Zentrum entfaltete sich der Ort schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als sich im Ort verschiedene Gewerbetätigkeiten, Gaststätten, Geschäfte und Verwaltungsfunktionen ansiedelten. Hier gab es ein Gericht, einen Notar, ein Finanzamt, Polizei und sogar ein Gefängnis. Der Ort wurde zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg als ein bedeutendes Fremdenverkehrszentrum berühmt, in dem die Bürger Triests, Monfalcones und sogar Venedigs ihre Ferien verbrachten oder zumindest zu Sonntagsausflüge hinkamen. Wegen des günstigen Klimas wurde Komen auch zu einem Heilort, in dem es zwei Ferienkolonien für Kinder und ein Zentrum für Lungenkrankheiten mit einer Röntgenstation gab. Wie immer, brachten Kriege auch für Komen schweren Zeiten mit sich, sowohl im Ersten Weltkrieg (hier verlief die Militäreisenbahnlinie zur Isonzofront) als auch vor allem während des Zweiten Weltkriegs, als das Dorf am 15. 2. 1944 niedergebrannt und die Bewohner nach Bayern deportiert wurden. In der Nachkriegszeit wurde Komen wiederaufgebaut und begann sich allmählich wieder zum wirtschaftlichen, verwaltungspolitischen und kulturellen Zentrum des Komener Karstes zu entwickeln.

Der mündlichen Überlieferung zu Folge trägt das Dorf Divči seinen Namen nach dem Bauern Divkač, der dort einen umfangreichen Gutshof und eine Schafherde hatte. Nach seinem Tod, um das Jahr 1700, wurden hier auch andere Häuser gebaut und so entstand das eng zusammenliegende Dorf. Zuerst hieß das Dorf Rožce, später bekam es seinen Namen nach dem früheren Besitzer. Bis zum Zweiten Weltkrieg gehörte das Dorf Divči zum Ort Komen, heute bezeichnet der Name Divči eine autonome Ortschaft.

Die historischen Angaben über die Entstehung des Weilers Jablanec, das heute nur drei Häuser zählt, sind nicht bekannt. Es wird erzählt, dass sich die ursprüngliche Ortschaft Stari Jablanec (Alt Jablanec) etwas weiter entfernt vom heutigen Weiler befunden hätte, der aber später verlassen bzw. vom Feuer zerstört worden sei.

 

 

 

 

 


Besondere Merkmale : Die Pfarrkirche des hl. Georg (sv. Jurij) etwas erhöht in der Ortsmitte gelegen. Hier stand einst eine kleinere gotische Pfarrkirche, weil sie aber zu klein war, wurde sie niedergerissen und anstatt deren im Jahr 1768 eine neue Barockkirche erbaut. Neben der Kirche steht ein freistehender Turm im Baustil Aquileias. Der Hauptaltar in der Kirche stammt aus dem Jahr 1773 und ist dem Ortsheiligen, dem hl. Georg geweiht. Neben dem Hauptaltar, gibt es in der Kirche noch vier Seitenaltäre. Die Kirche wurde von C. del Neri im Jahr 1901 bemalt, die Lünetten oberhalb der beiden Beichtstühle sind das Werk Tone Kraljs.

Die „Alte Schule“ auf dem Hauptplatz unterhalb der Pfarrkirche. Diese Schule wurde im Jahr 1896 gebaut und war bis 1994 in Betrieb. Seitdem nutzen deren Räumlichkeiten verschiedene Kultur- und Kunstvereine.

Der Hauptplatz mit dem Kulturheim und dem Denkmal für die Gefallenen im Volksbefreiungskampf und für die in der Verbannung Gestorbenen, wurden in den 50-er Jahren des vorigen Jahrhunderts gebaut. An der Fassade des Kulturheims sind einige Gedenktafeln zur Erinnerung an verschiedene bedeutendere Persönlichkeiten angebracht.

Die frühere Villa Storici, heute Ambulanz, liegt nicht weit von der Pfarrkirche am Sträßchen, das in den Wald Cirje führt. Zusammen mit dem umliegenden Park wurde diese Villa von Max Fabiani im Jahr 1934 für den damaligen Komener Arzt Dušan Storič (Storici) entworfen. Der mündlichen Überlieferung zu Folge soll das Gebäude an das Komener Schloss erinnern, das einst an derselben Stelle stand und dessen Besitzer Johannes Štolfa war. Die Villa stellt ein wertvolles Bespiel für den Modernismus aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg dar.

Auf dem Ortsfriedhof im nahegelegenen Wald Cirje liegen viele Einheimische begraben, unter ihnen der Förster und Leiter der Aufforstung des Karsts, Anton Mrak, Avgust Kafol und der Pfarrer Viktor Kos.

Im Waldpark Cirje - Spazier- und Waldlehrpfad Cirje, kann man verschiedene Baumarten kennen lernen und sich auf Sitzbänken erholen. Der Weg führt auch am Denkmal August Kofols, der der letzte Leiter der Aufforstung des Karstes war, vorbei an zwei Wassertränken (Kal und Kaluže in Divči), die sich auf der anderen Seite der Regionalstraße Komen-Štanjel befinden.

Zum österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof im Wald Draga gelangt man von Cirje aus über einen Weg, der am Ortsfriedhof und an einem Bildstock in den Wald Draga führt, wo sich die Überreste des Friedhofs aus dem Ersten Weltkrieg befinden.

Die sehr alte Wassertränke Luže liegt im unteren Teil des Dorfes, an der Nebenstraße Komen-Volčji Grad. Hier kann man sich erholen und den schönen Ausblick auf Komen und die Umgebung genießen.

Die Bildstöcke liegen am Weg von Divči zur Kirche der hl. Jungfrau Maria in Obršljan (Cerkev Device Marije Obršljanske), im Waldpark Cirje beim Ortsfriedhof und im unteren Dorf bei Haus Nr. 1b.

 
Berühmte Bürger : VIKTOR KOS (Podmelec 1899-1987 Šempeter pri Gorici, begraben in Komen) war von Jahr 1932 bis zum Jahr 1971 Dekan in Komen. Als Komen 1944 niedergebrannt wurde, ging er freiwillig mit Kaplan MIRKO RENER (Štjak 1919-1993 Marburg/Lahn) und den Bewohnern in die Verbannung nach Deutschland und stand ihnen in schwierigen Zeiten zur Seite. In den Herzen der Menschen sind diese zwei Pfarrer unvergessliche Seelsorger geblieben, die die Menschen auch in den schwierigsten Zeiten nicht verlassen hatten.

KONRAD GLUŠIČ (Komen 1527-1578 Gornji Grad), Pfarrer in Komen (1556-1571), wo er ein Krankenhaus für Arme gründete. Er war der sechste Bischof von Ljubljana (1571-78).

JUST GODNIČ (Komen 1908-1990 Kranj, begraben in Sveto) aktives Mitglied der Organisation TIGR, vom Beginn der 30er Jahren des 20. Jahrhunderts war er intensiv im Untergrund tätig. Im Jahr 1936 war er einer der Unterzeichner des Vertrages zwischen der Organisation TIGR und der Kommunistischen Partei Italiens.

ALBERT VRABEC-EDEN (Komen 1890-1944 Flossenburg) Tischler, Organisator und Mitglied der Landesführung der Kommunistischen Partei Italiens, Kämpfer gegen Faschismus in seiner Heimat und im Ausland.

ALOJZ ŠTREKELJ (Komen 1857-1939 Biograd in Kroatien) Landwirtschaftsexperte, tätig in Istrien, Dalmatien und Herzegowina, erfolgreich bei der Behandlung der Reblaus und bei der Erneuerung der Weinberge. Im Jahr 1901 wurde er in den Görzer Landtag gewählt und 1907 als Abgeordneter in den Nationalrat zu Wien.

JOSIP ŠTREKELJ (Komen 1868-1955 Ljubljana) Lehrer auf dem Gebiet des Wein- und Obstanbaus in Komen, wo er eine Baum- und Rebschule gründete, einen Bezirksverein für Obstanbau, eine Spar- und Darlehenskasse, eine Viehversicherung, einen Leseverein und den Sportverein Sokol (Falke). Er war Abgeordneter im Görzer Landtag und aktiv tätig auf dem Gebiet des Obstanbaus und Gartenbaus in Slowenien.

AVGUST KAFOL (Čepovan 1882-1955 Ljubljana, begraben in Komen) Förster, Landwirtschaftsexperte. Er war lange Jahre Förster in Komen und leitete die Aufforstung des Karstes. Die Baumschule in Komen leitete er erfolgreich bis zu seinem Tod. Er beeinflusste entscheidend auch die Entwicklung des Obstanbaus und der Viehhaltung im Karst. In Cirje (Komen) steht seit 1957 ihm zu Ehren ein Denkmal, das das Werk des Bildhauers I. Sajevec ist.

 

 

 


Autoverkehr : Nach Komen führen zwei aus Nova Gorica kommende Regionalstraßen, die erste über Miren und Kostanjevica und die zweite über Branik. Von Sežana aus gelangt man nach Komen über die Regionalstraße Dutovlje-Komen oder Štanjel-Komen. Aus Italien gelangt man nach Komen entweder von Aurisina/Nabrežina über den Grenzübergang Gorjansko-San Pelagio/Šempolaj oder von Monfalcone über den Grenzübergang Klariči-Jamiano/Jamlje. Im Ort bestehen Busverbindungen nach Sežana, Štanjel und Nova Gorica.

Nach Divče führt eine Nebenstraße, die bei der Grundschule von der Regionalstraße Komen-Štanjel abzweigt.

Von Divči führt ein Schotterweg bis zur Kirche der Jungfrau Maria in Obršljan (Cerkev Device Marije Obršljanske), wo der Weg weiter nach Tomačevica führt. Nach Jablanec führt eine Nebenstraße, die 500m hinter Komen von der Nebenstraße Komen-Škrbina abzweigt.

 

 

 


GPS Northing (N) : 45,8167 
GPS Easting (E) : 13,7448 
Fotografien
Administrator : Občina Komen - TIC Štanjel | ++386 5 769 00 56 | | last modified: 24.06.2008
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