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Štanjel

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Tourist-Info-Center:TIC Štanjel
Štanjel 1a
++386 5 769 00 56
304
Einwohner
363 m
Seehöhe
auf dem Land
Heilklima
Štanjel ist einer der malerischsten und ältesten Orte im Karst, der vor allem wegen seines historisch als auch architektonisch außerordentlich wertvollen alten Ortskerns berühmt ist, dessen Ursprünge noch aus der Vorzeit stammen. Diese Ortschaft ist nach dem Schutzheiligen des Dorfes, dem hl. Daniel benannt, in alten Quellen wird aber auch der Namen hl. Engel oder Erzengel verwendet, so wie das Schloss einst genannt wurde. Für den alten Ortkern ist die offene Bauform der Karsthäuser (d.h. ohne Innenhöfe) charakteristisch, die bis heute ihre romanische und gotische Konzeption bewahrt haben, und die engen Gassen, die zu kleinen Plätzen mit monumentalen Brunnen führen.

Die Anfänge der Besiedlung Štanjels reichen in die Hallstattzeit zurück, als auf dem Hügel Turn eine Höhenburg entstand. Diese wurde in der Antike von den Römern besetzt, weil sie von dort nicht nur einen schönen Ausblick auf die umliegende Landschaft hatten, sondern zugleich auch den Durchgang vom Karst ins Vipavatal kontrollieren konnten. Im Mittelalter breitete sich auf den sonnenseitigen Terrassen eine Siedlung aus, die zum ersten Mal im Jahr 1402 im Görzer Urbarium erwähnt wird. In einem weiten Umkreis war die Siedlung als ein wichtiger Handelsposten bekannt. Nach 1500, nachdem die Görzer Grafen ausgestorben und die Habsburger an die Macht gekommen waren, begann Štanjels Renommee als Handelsposten zu verblassen und der Ort wandelte sich während der habsburgisch-venezianischen Kriege und der Türkeneinfälle in eine bedeutende Militärfestung um. Zum Schutz vor Türkeneinfällen, wurde im 15. Jahrhundert eine Wehrmauer gebaut, als aber diese Gefahr vorüber war, begann man die Häuser und einen Teil des Schlosses aus Platzmangel direkt an die Wehrmauern und Wehrtürme anzubauen. Die Venezianer nahmen Štanjel im Jahr 1508 für kurze Zeit ein. In der Zeit vom 16. bis zum 19. Jahrhundert herrschten hier die Grafen Cobenzl, die sich im Schloss eine eigene Residenz einrichteten und die Kirche von Štanjel als Familiengrabkirche aussuchten. Die Mitglieder dieser bedeutenden Adelsfamilie gehörten zu den höchsten Bediensteten und diplomatischen Vertretern der Habsburger (z. B. Hauptmänner von Triest und Krain) und auch zu den Begründern der Akademie in Brüssel und ähnlicher Institutionen in Görz. Mit weiteren umfangreichen Umbauten des Schlosses, der Kirche und der Verteidigungsmauer haben die Grafen Cobenzl der Ortschaft ihr bis heute markantes Erscheinungsbild gegeben.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Ortschaft durch die österreichische Armee besetzt, die sich im Schloss ein Krankenhaus für Offiziere einrichtete und im unteren Teil des Dorfes einen Stützpunkt, ein Krankenhaus und einen Friedhof anlegte. In der Zwischenkriegszeit gab der Ortschaft ihre besondere architektonische und entwicklungspolitische Bedeutung der Architekt und Stadtplaner Max Fabiani aus Kobdilj, der ab 1935 auch Bürgermeister Štanjels war (siehe Kapitel über bedeutende Persönlichkeiten). Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss samt einigen Häusern von den Partisanen niedergebrannt, die Dorfbewohner verbrachten den Krieg als Flüchtlinge in den umliegenden Orten. Die Revitalisierung des Schlosses begann in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts und hat sich bis zu den heutigen Tagen fortgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich unterhalb des alten Ortskerns eine Neubausiedlung entwickelt.


Štanjel (360°)

 


Besondere Merkmale : Das Schloss dominiert den alten Ortskern. Im 16. Jahrhundert erbten die Habsburger ein ursprünglich viel kleineres mittelalterliches Gebäude, das im Besitz der Görzer Grafen war. Dieses Gebäude wurde dann von den Habsburgern den Grafen Cobenzl als Lehen verliehen. Außer eines kurzen Intermezzos während der venezianischen Besetzung Štanjels und später als der Besitz an die Familie Coronini aus Kromberk (bei Nova Gorica) ging, herrschten die Grafen Cobenzl in Štanjel bis zum Jahr 1810, als diese Familie ausstarb. Danach ging der Besitz des Schlosses in die Hände zahlreicher Familien über. Anhand der Jahreszahlen auf den erhaltenen Gedenktafeln wird vermutet, dass die Grafen Cobenzl im Jahr 1583 damit begannen, das Schloss umzubauen. Das heutige Erscheinungsbild eines Barock- und Renaissanceschlosses wurde diesem um das Jahr 1661 verliehen. Acht Jahre später wurde der Bau der zweiflügeligen Residenz mit einer hohen Mauer und einem monumentalen Renaissanceportal abgeschlossen. Im Ersten Weltkrieg richtete sich hier die österreichische Armee ein Krankenhaus für Offiziere ein. Während der Zwischenkriegszeit wurde das Schloss nach den Entwürfen und auf Betreiben des Bürgermeisters Max Fabiani zum Zentrum des gesellschaftlichen Lebens; es beherbergte eine Schule, den Gemeindesitz, eine Bibliothek, eine Ambulanz und im Schlosshof wurden jeden Sommer Tänze, Konzerte und Theateraufführungen veranstaltet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss durch einen Partisanenangriff stark zerstört, die Renovierung begann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1988 wurde im renovierten Teil eine Galerie mit einer ständigen Ausstellung des anerkannten Malers und Grafikers Lojze Spacal eröffnet (siehe Kapitel über bedeutende Persönlichkeiten). Samstags finden hier Hochzeiten statt.

 -              Die Pfarrkirche des hl. Daniel (sv. Danijel) wurde zwischen 1455 und 1460 an dem Ort gebaut, wo früher das alte Kirchengebäude stand. Trotz später erfolgter Umbauten im Barockstil stellt diese Kirche ein bedeutendes Denkmal der gotischen Architektur im Karst dar. Als charakteristische gotische Elemente sind auf der Außenseite noch immer zwei gotische Eingänge und zugemauerte Fenster sowie eine Reihe äußerer Stützen beim Presbyterium zu sehen. Im Inneren der Kirche weist ein gotischer Spitzbogen den Weg zum Presbyterium. Der Kirche wurde ihr barockes Erscheinungsbild im 17. und 18. Jahrhundert verliehen. Die Steinaltäre im Barockstil sind vermutlich ein Werk der Künstlerwerkstatt Lazzarini aus Görz. Zweifelsohne am interessantesten ist die Reliefdarstellung des Schlosses Štanjel auf dem Hauptaltar. Zwei Holzstatuen der Heiligen am Hauptaltar sind Werke des bedeutenden steirischen Bildhauers Johann Straub. Im Jahr 1609 wurde der Kirchturm angebaut, der wegen seiner einzigartig geformten Turmspitze zum Symbol Štanjels wurde. Außen wie auch im Inneren sind Grabsteine der Grafen Cobenzl und anderer Familien angebracht. An der Fassade der Sakristei befindet sich ein Denkmal zum Gedenken an Bischof Anton Mahnič, das von Evgen Guštin errichtet wurde.

 -              Das Romanische Haus oder Karsthaus, das die Architekturmerkmale der ursprünglichen Häuser im Karst widerspiegelt, die während der Romanik und Gotik gebaut wurden. Im Erdgeschoss ist der Wirtschaftsteil untergebracht, im ersten Stock hingegen liegt der Schlaf- und Küchenteil. Am Haus sind noch immer die alten Steinrinnen erhalten, durch welche das Regenwasser zum naheliegenden Dorfbrunnen geleitet wurde. Dieses Haus ist heute ein kleines Museum und beherbergt eine ethnologische Ausstellung.

 -                Ledenica oder Gledanica - der höchste Punkt auf dem Hügel Turn, wo die Überreste des römischen Aussichts- und Wehrturms sich befinden, der den Römern die Kontrolle über den Übergang nach Italien ermöglichte. Heute wird die Aussicht teilweise durch Kiefern und Zedern verdeckt. Trotzdem bietet sich von dort noch immer ein herrlicher Blick auf die Landschaft.

 -              Turm am Torweg nach Kobdilj, einst Teil der Villa Ferrari, heutzutage sind dort eine Galerie mit Wechselausstellungen und ein Souvenirgeschäft.

 -                Ferrarigarten unterhalb der befestigten Ortschaft; der Weg führt durch den Turm am Torweg nach Kobdilj. Der gesamte Komplex der Villa Ferrari und des Ferrarigartens entstand in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts unter der Leitung des Architekten Max Fabiani und ist die bedeutendste Parkanlage aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Slowenien. Der Besitzer dieses Komplexes war Enrico Ferrari, Arzt aus Triest und Schwager Max Fabianis. Max Fabiani kaufte die meisten, der in der ersten Reihe gelegenen Gebäude oberhalb des Parks und auch einige in der zweiten Reihe auf. Fabiani renovierte zwar alle Häuser, dennoch blieben sie von der Straßenseite her unverändert. Die Revitalisierung und Umwandlung der einstigen Bauernhäuser in eine Villa stellt ein konzeptuelles Novum im Bereich der europäischen Architektur dar. Die dem Park zugewandte Seite der Häuser ist als Landvilla mit Park ausgestattet. Der Garten ist terrassenartig angelegt, womit das Baukonzept von Štanjel nachgeahmt wurde und sich mit der Landschaft verschmolz. Neben Gemüse- und Blumenbeeten, verschiedenen Pflanzen und Bäumen, einer Pergola, einer Boulebahn, eines Aussichtspunkts und eines Pavillons stellt eine Besonderheit dieses Parks auch das Wasserbecken dar, das mit Wasser aus dem eigens dafür angelegten Wassersystem aufgefüllt wurde, das das Regenwasser des Hügels oberhalb von Štanjel sammelte. Durch dieses System wurde das Wasser in alle Gebäude der Villa geleitet. Leider wurde dieses System im Zweiten Weltkrieg zerstört, wie auch einige Häuser und der Turm, der einst das nordöstliche Ende des Gebäudekomplexes abschloss. Zur Villa und zum Park führt ein Panoramaweg, der um den Hügel herum verläuft und an einem schmiedeeisernen Tor mit dem Monogramm des Besitzers endet. Vom Garten und von diesem Weg aus bietet sich ein herrlicher Ausblick zum Branicatal und auf die umliegende Hügel- und Berglandschaft. Der Park ist in letzter Zeit ein beliebter Platz für Verliebte geworden, die auf der venezianischen Brücke prüfen können, wie stark ihre Liebe ist.

 -              Der österreichisch-ungarische Soldatenfriedhof liegt unterhalb des unteren Dorfes, unweit von der Eisenbahnstrecke. Der Zahn der Zeit hat hier aber schon seine Spuren hinterlassen, trotzdem spiegelt er immer noch das Gedenken an die jungen österreichisch-ungarischen Soldaten wider, die ihr Leben im Kampf lassen mussten. Zwei Steine am Eingang und das große tempelartige Hauptdenkmal sind allerdings gut erhalten geblieben. Die gesamte Anlage konzipierte Max Fabiani, während der Architekt des eigentlichen Friedhofs Joseph Ullrich war, Oberleutnant der k.u.k. Armee.

 -              Das ehemalige Hotel Miramonti im unteren Dorfteil wurde ursprünglich für den Bedarf der Eisenbahnstrecke Triest-Gorizia/Gorica-Jesenice-Villach gebaut. Fabiani gestaltete dieses Gebäude in ein Hotel für Touristen aus Triest um. Während des Zweiten Weltkrieges bot es Soldaten Unterkunft. Nach dem Krieg beherbergte es eine Spielzeugfabrik (vor allem Puppen aus Papier) und danach eine Grundschule, die bis 1999 in Betrieb war. Heute ist das Gebäude wieder als Hotel vorgesehen.

 -              Das Genossenschaftsheim liegt an der Regionalstraße Sežana-Nova Gorica. Das Gebäude entstand in der Zeit des Faschismus nach den Bauplänen von Max Fabiani als sogenanntes Dopolavoro („Nach der Arbeit“), in dem die italienischen Faschisten und die Einheimischen ihre Zeit verbringen sollten. Heute ist es ein Ortsheim.

 -              Werke aus der studentischen Bildhauerkolonie der Jahre 1969 und 1970 kann man sich am Eingang zum alten Ortskern und im Ferrarigarten anschauen. -              Der untere Hauptplatz mit einer kleinen Kapelle, einer Dorfwaage und einer Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. -              Die Wassepumpe in Podlasi im Branicatal unterhalb von Štanjel ist ein gut erhaltenes Beispiel technischen Erbes. Die Wasserpumpe wurde während des Baus der Eisenbahnstrecke gebaut, die 1906 Štanjel erreichte. In Podlasi holten sich die Bewohner Wasser aus dem Fluss Branica und aus diesem Grund wurde hier das Wasser gestaut und von dort aus bis zum Bahnhof geleitet, wo es in unmittelbarer Nähe Wassertanks für 1000 Kubikmeter Wasser gab (heute befindet sich hier ein privater Weinkeller, in dem Teran-Champagner gekeltert wird). Von den Wassertanks floss das Wasser in freiem Fall bis zur Eisenbahnstrecke, wo das Wasser von den Dampflokomotiven genutzt wurde. Nach Podlasi führt eine Schotterstraße, die 1 km hinter Štanjel in Richtung Nova Gorica von der Regionalstraße Štanjel-Nova Gorica abzweigt. Die Wasserpumpe befindet sich direkt bei der Straßenkreuzung für Šmarje, Sp. Branica und Dolanci.

-              Der ausgeschilderte Fabianiweg stellt ein Netz von Spazierwegen zwischen Štanjel und Kobdilj dar, der alle zuvor erwähnten Naturschönheiten und Kulturdenkmäler einschließt (siehe entsprechende Wegweiser)

 

 

 

 

 
Berühmte Bürger : MAX FABIANI (Kobdilj 1865-1962 Gorizia/Gorica, begraben in Kobdilj), Architekt, Stadtplaner, Professor, Verfasser fachliterarischer und belletristischer Werke, Erfinder, Bürgermeister von Štanjel (1935-1945) (siehe Kapitel über bedeutende Persönlichkeiten).

ANTON MAHNIČ (Kobdilj 1850-1920 Zagreb, begraben auf der Insel Krk), Bischof, Doktor der Theologie, Professor, Schriftsteller, Kritiker; einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der slowenischen Kultur, Politik und Kirche gegen Ende des 19. Jahrhunderts, nach 1897 in Kroatien tätig (siehe Kapitel über bedeutende Persönlichkeiten).

JOŽE ABRAM - TRENTAR (Štanjel 1975-1938 Ljubljana), Dramatiker, Übersetzer, Bergschriftsteller, Kulturförderer, Pfarrer in Bovec, Trenta, Novaki, Bilje, Obloke, Most na Soči, Pevma.

KAREL ČIGON (Štanjel 1848-1919 Štanjel), geistlicher Schriftsteller, Pfarrer in Sv. Križ, Vipavsko, Črniče, Temnica, Vojščica.

GAŠPER ANDREJ JAKOMINI (Štanjel 1726-1805 Graz), Unternehmer, Ritter, Mitglied der steiermärkischen Landstände (1770), Vater des Schriftstellers Jožef Andrej Jakomini; nach ihm sind ein Stadtteil und ein Platz in Graz (Österreich) benannt.

JOŽEF ANTON JAKOMINI (Štanjel 1755-1830 Nova Cerkev (Strmec)), Pfarrer, geistlicher Schriftsteller, Förderer des Schulwesens, Sohn von G. A. Jakomini.

JOŽEF CUSANI (Šempeter pri Gorici 1709-Todesdatum unbekannt) geistlicher Schriftsteller, Vikar in Štanjel, Autor des Buches „Christianus moribundus“ (1749) und des slowenischen Katechismus.

 

 

 

 

 


Autoverkehr : Nach Štanjel führt die Regionalstraße Sežana-Nova Gorica; im unteren Dorf zweigt von dieser die Regionalstraße nach Komen ab (8 km bis Komen). In Štanjel bestehen Busverbindungen nach Nova Gorica, Sežana und Komen. Im unteren Ortsteil, an der Grenze zum Dorf Kobdilj, gibt es einen Bahnhof mit Bahnverbindungen nach Nova Gorica und Sežana.  

 

 

 

 
Bahn : Bahnhof Štanjel: Štanjel (die Strecke: Sežana - Nova Gorica) 
Bus : der Busstazion Štanjel 
Flugzeug : In der nahe ist der Flughafen Ronchi(Trieste), 50 km, Ryanair 


Post : 6222 Štanjel 
Štanjel 99a 
++386 5 769 01 00 
Bushaltestelle : Štanjel 
Bahnhof : Štanjel 
Kobdilj 2 
++386 5 296 33 55 
Touristikverein : TD Štanjel 
Grad Štanjel 
++386 5 769 01 97 
http://www.kras-carso.com 
Zahnarzt : Štanjel 
Komen 94 
++386 5 766 80 40 
GPS Northing (N) : 45,8234 
GPS Easting (E) : 13,8457 
Fotografien
Administrator : Občina Komen - TIC Štanjel | ++386 5 769 00 56 | | last modified: 13.12.2013
Landkarte
GPS N: 45,8234
E: 13,8457

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